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„Schockierende“ Niederlage in Donezk
Immerhin erhielten die „Blues“ Schützenhilfe vom dänischen CL-Neuling Nordsjälland, der Italiens Rekordmeister Juventus Turin in Kopenhagen ein 1:1 abtrotzte und das Rennen um den Aufstieg in Gruppe E so noch spannender machte.
Di Matteo, der sein Team etwas defensiver als zuletzt ausgerichtet hatte, führte nicht zuletzt das frühe Gegentor durch Alex Teixeira in der dritten Minute ins Treffen. „Das hat uns aus dem Tritt gebracht“, erklärte der Italiener und ärgerte sich auch über das zweite Tor der Hausherren, bei dem man sich den Ball an der Mittellinie abluchsen ließ: „In solchen Situationen müssen wir als Team besser werden.“
AP/Efrem LukatskyRoberto di Matteo musste sich in Donezk mehrmals ärgernChelsea-Trainer fordert Charakterstärke
Dennoch regiert bei Di Matteo, dessen Elf drei Punkte hinter Donezk sowie einen Zähler vor Juve auf Platz zwei liegt, der Optimismus: „Wir sind eine Mannschaft, die bereits zuvor Charakter gezeigt hat. Das Heimspiel gegen Donezk müssen wir auf jeden Fall gewinnen.“
Das Duell steigt bereits in zwei Wochen, geht es nach Schachtjor-Trainer Mircea Lucescu, erwartet sein Team da eine wesentlich härtere Aufgabe. „Heute haben sie viel verteidigt, aber in London haben sie gegenüber jedem Gegner einen riesigen Vorteil.“ Zufrieden war der Rumäne allemal: „Wir hätten sogar höher gewinnen können. Wir sind auf dem richtigen Weg, wachsen weiter.“
Remis als Sieg und Niederlage
Nordsjällands Tormann Jesper Hansen bejubelte das Heimremis gegen Juventus und den ersten CL-Punkt der Vereinsgeschichte „fast wie einen Sieg“ und sprach von einem „fantastischen Gefühl“. Sein Gegenüber Gianluigi Buffon war verstimmt: „Wir sind enttäuscht, weil wir in der zweiten Hälfte so viele Chancen hatten. Das Glück war nicht auf unserer Seite, aber wir hätten gewinnen müssen.“
Gerade das scheint den Serie-A-Tabellenführer international aber schwer zu fallen: Die jüngsten neun Europacup-Spiele beendete man allesamt mit einem Remis - darunter auch zweimal gegen Salzburg in der Gruppenphase der Europa League 2010/11.
Bayern nach „Arbeitssieg“ zufrieden
Hochspannend nimmt sich auch die Situation in Gruppe F aus, wo Valencia, BATE Borisow und Bayern München bei je sechs Punkten halten. Bayern-Coach Jupp Heynckes, der ÖFB-Teamspieler David Alaba in der 84. Minute einwechselte, sprach nach einem glanzlosen 1:0 in Lille von einem „Arbeitssieg“ und betonte: „Bundesliga ist nicht Champions League.“
Den 1:3-Ausrutscher gegen Borisow machte man mit dem zwölften Sieg im 13. Saisonbewerbsspiel zumindest wieder wett, es regierte die Nüchternheit. „Manchmal spielt man nicht gut, aber wichtig ist, dass wir die drei Punkte mitnehmen“, erklärte Franck Ribery. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sah es ähnlich: „Das ist kein Spiel, das in die Geschichtsbücher der CL eingehen wird.“
Der Strafstoßtreffer von Thomas Müller (20.) beendete zudem das „Elfertrauma“ der Bayern aus dem CL-Finale (Arjen Robben und Bastian Schweinsteiger scheiterten) und dem 2:1-Auftaktsieg gegen Valencia (Mario Mandzukic).
Barcelona und ManUnited auf Achtelfinal-Kurs
In Gruppe G fuhr der FC Barcelona dank eines Tores von Jordi Alba in der 94. Minute gegen Celtic Glasgow nach 0:1-Rückstand noch ein 2:1 und den dritten Sieg im dritten Spiel ein. Für Tito Vilanova absolut verdient. „Wir haben genug dafür getan“, sagte der Barca-Coach, dessen Mannschaft sich fast ständig in Ballbesitz befand. „Es ist nicht einfach, wenn zehn oder elf Gegner in ihrer eigenen Hälfte stehen.“ Ausgleichstorschütze Andres Iniesta war erleichtert: „Es wäre unfair gewesen, hätten wir nicht gewonnen. Wir haben gesehen, dass wir noch immer das Selbstvertrauen haben, um ein Spiel umdrehen zu können.“
So wie die Katalanen musste in Gruppe H auch der weiterhin makellose Tabellenführer Manchester United eine Aufholjagd starten, besiegte Sporting Braga zu Hause nach 0:2-Rückstand noch 3:2. „Das ist unsere Geschichte in dieser Saison, dass wir in den Heimspielen schwach starten und Tore kassieren. Wir haben teilweise tollen Fußball gezeigt und viele Chancen geschaffen, aber es ist eine Sorge, das wir viele Gegentore bekommen“, erklärte Trainer Alex Ferguson, dessen Team am Sonntag im Schlager der englischen Meisterschaft auf Chelsea trifft.
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Publiziert am 24.10.2012