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GP von Indien als Schlüsselrennen
Der Grand Prix in Greater Noida bei Neu-Delhi könnte zum Schlüsselrennen für Alonsos wiederholten Anlauf auf seinen dritten WM-Titel werden - nicht nur wegen der 25 Punkte, die für den Sieg zu vergeben sind, sondern auch wegen der kurzen Überführzeit zum folgenden Rennen in Abu Dhabi. In den Emiraten wird nur eine Woche später der drittletzte WM-Lauf ausgetragen.
AP/Dita AlangkaraDer Rückstand auf den WM-Führenden Vettel stimmt Alonso nachdenklichFerrari will im WM-Endspurt punkten
„Wir können nicht mehr verteidigen, sondern müssen in den letzten vier Rennen angreifen“, betonte Ferraris Chefdesigner Nikolas Tombazis. In Indien soll sich der F2012 mit neuem Auspuff, neuen Flügeln und Änderungen im Bereich des Diffusors präsentieren. Die Generalüberholung soll mehr als 0,2 Sekunden pro Runde bringen. Zuletzt hatte Ferrari aber sogar noch mehr gefehlt, um mit Doppelweltmeister Vettel mitzuhalten.
Alonso hatte zuletzt die schleppenden Neuentwicklungen kritisiert. Während Red Bull um Stardesigner Adrian Newey mit einem völlig neuen aerodynamischen Konzept in Singapur, Japan und Südkorea der große Wurf gelungen war, hatte Ferrari mit der Korrelation der Daten zwischen dem veralteten Windkanal in Maranello und der Realität zu kämpfen. Neue Teile brachten in der Simulation mehr als auf der Strecke.
Neuer Windkanal für „Scuderia“
„Wir arbeiten sehr hart an der Weiterentwicklung des Autos“, versicherte Alonsos Teamkollege Felipe Massa, der dem Spanier auch 2013 erhalten bleibt. „Wir haben in den letzten Rennen Probleme gehabt, weil die Teile auf der Strecke nicht funktioniert haben.“ Das soll beim neuen Aerodynamikpaket verhindert werden. Vergangene Woche soll die „Scuderia“ dafür mit dem Entwicklungspiloten Davide Rigon einen „Geradeaustest“ in Idiada in Spanien eingeschoben haben.
Mittlerweile werden die Daten auch mit dem - deutlich neueren - Windkanal von Toyota in Köln verglichen. Dazu wird die Anlage in Maranello modernisiert - das kann sich aber frühestens für die kommende Saison positiv auswirken. „Das ist ein Teil des Programms, um das Team zu verbessern“, erklärte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. „Ich möchte aber nicht hören, dass das eine Ausrede für die laufende WM ist.“
„Müssen so hart wie möglich arbeiten“
Vor allem im Qualifying hatte Red Bull zuletzt dominiert. In Japan und Korea besetzten Vettel und Teamkollege Mark Webber jeweils die erste Startreihe. Alonso dagegen war auf dem „Grid“ seit der Sommerpause nie besser als Vierter. „Wir müssen so hart wie möglich arbeiten, um Fernando am Ende der Saison das bestmögliche Auto zu bieten“, betonte Domenicali. Chefdesigner Tombazis ergänzte vor dem Finale in vier Akten: „Wir haben einen aggressiven Plan.“
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Publiziert am 26.10.2012