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Erster Heimsieg seit fast drei Monaten
Thomas Fröschl hatte für die ab der 61. Minute nach einer Roten Karte für Jiri Lenko in Unterzahl agierenden Niederösterreicher zwischenzeitlich (28.) ausgeglichen. In der ersten halben Stunde hielt die zuletzt viermal in Serie ungeschlagen gebliebene Elf von Trainer Heimo Pfeifenberger die Partie völlig offen.
APA/Alois FurtnerDer Elfer-Nachschuss von Hadzic brachte die VorentscheidungUnd das obwohl die Wiener Neustädter auch aufgrund eines Tormannfehlers einen klassischen Fehlstart hinlegten. Nach einer Schicker-Flanke landete ein Kopfball von Zulj im Netz der Gäste, Jörg Siebenhandl sah beim missglückten Rettungsversuch alles andere als gut aus.
Antwort folgt umgehend
Die Antwort der Gäste folgte aber prompt. Vorerst fehlte den Pfeifenberger-Schützlingen aber noch das nötige Glück. Fröschl hatte mit einem Stangenschuss Pech (7.), zudem wurde ein Abschluss des starken Daniel Offenbacher ebenfalls ans Aluminiumgehäuse abgefälscht. Aus dem daraus resultierenden Corner fiel dann das leistungsgerechte 1:1: Nach Offenbacher-Hereingabe und Wallner-Kopfballweiterleitung musste Fröschl aus kurzer Distanz nur mehr vollenden.
Kurz vor der Pause besserte Siebenhandl dann seinen Patzer aus, rettete bei einem Gartler-Kopfball mit einem tollen Reflex (42.). Nach dem Seitenwechsel bekamen die Oberösterreicher die Partie etwas besser in den Griff, Gartler (47.) und Zulj (48.) hätten schnell per Kopf für die neuerliche Rieder Führung sorgen können.
Verwerteter Elfmeter-Nachschuss
Die fiel dann nach einer Standardsituation. Lenko hinderte Walch im Strafraum am Abschluss und wurde völlig zu Recht wegen Torraubs ausgeschlossen (61.). Der erste trocken von Hadzic verwertete Elfmeter musste wiederholt werden, da Gartler zu früh in den Strafraum gelaufen war. Hadzic entschied sich im zweiten Anlauf für dieselbe Ecke, Siebenhandl konnte den Strafstoß kurz parieren, ermöglichte dem Ried-Mittelfeldspieler aber im Nachsetzen abzustauben (63.). Damit war die Partie quasi gelaufen.
Die Wiener Neustädter konnten in Unterzahl nicht mehr zusetzen, und die Rieder machten in der Nachspielzeit noch endgültig den Sack zu. Der eingewechselte Nacho konnte sich am Fünfereck den Ball in Ruhe stoppen und traf durch die Beine von Siebenhandl zum 3:1 (92.).
Für die Truppe von Chefcoach Heinz Fuchsbichler war es der erste volle Erfolg im eigenen Stadion seit dem 2:0 gegen Wacker Innsbruck am 5. August. In der Tabelle verbesserten sich Zulj und Co. vorerst auf Rang fünf.
Stimmen zum Spiel
Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): "Unterm Strich war es ein verdienter Erfolg. Wir haben die ersten 20 Minuten sehr gut gespielt. Nach dem Ausgleich hat man bei der Mannschaft eine Verunsicherung bemerkt. Aber ab dem Beginn der zweiten Hälfte waren wir wieder die spielerisch stärkere Mannschaft.“
Anel Hadzic (Ried-Torschütze): "Wir sind früh in Führung gegangen, haben aber ein blödes Tor aus einer Standardsituation bekommen. Dann haben wir aufgehört Fußball zu spielen, es war eine gewisse Unsicherheit drinnen. Im Endeffekt war es aber ein verdienter Sieg, wir sind alle erleichtert. Es war ein wichtiger Sieg nach dem 0:1 in Innsbruck.
Zum Elfmetertor: „Für den Schützen ist es (Anm.: Elfmeterwiederholung) eine unglaubliche Belastung. Ich habe scharf geschossen, er hat den Ball auf dem nassen Boden nicht festhalten können und ich habe abgestaubt. Hauptsache der Ball war drinnen.“
Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): „Es war eine unglückliche Niederlage. Die Mannschaft ist nach dem schlechten Start gut zurückgekommen, wir hatten auch die besseren Chancen. Das war nie und nimmer ein Elfmeter, wir haben zu Unrecht verloren.“
Tipp3-Bundesliga, 13. Runde
Samstag:
Ried - Wr. Neustadt 3:1 (1:1)
Keine-Sorgen-Arena, 3.900 Zuschauer SR Eisner
Torfolge:
1:0 Zulj (5.)
1:1 Fröschl (28.)
2:1 Hadzic (63./Elfmeter-Nachschuss)
3:1 Nacho (92.)
Ried: Gebauer - Ziegl, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Hadzic, A. Schicker - Walch (70. Nacho), Zulj (89. Reiter), Meilinger - Gartler (79. Hammerer)
Wiener Neustadt: Siebenhandl - Mimm, Maak, Wallner, Lenko - Piermayr (85. Tadic), Hlinka - Rakowitz (46. D. Wolf), Offenbacher, Martschinko (87. Hofbauer) - Fröschl
Rote Karte: Lenko (61./Torraub)
Gelbe Karten: Ziegl, Hadzic bzw. Martschinko, Piermayr
Die Besten: Zulj, Walch, Hadzic bzw. Offenbacher, Fröschl
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Publiziert am 28.10.2012