Regen erzwingt Abbruch
Starker Regen über Wolfsberg hat am Samstagabend der Partie zwischen Aufsteiger RZ Pellets WAC und Puntigamer Sturm Graz beim Stand von 1:1 (1:1) in der 62. Minute ein Ende bereitet. Weil der im Laufe des Spiels immer stärker unter Wasser stehende Platz den Anforderungen nicht mehr genügte, entschied sich Schiedsrichter Dominik Ouschan schließlich zum Abbruch.
Wie die tipp3-Bundesliga noch am selben Abend bestätigte, wird das Spiel der 13. Runde „laut Bestimmungen zur Gänze neu ausgetragen“. Zuvor war auch über eine Fortsetzung beim Stand zum Zeitpunkt des Abbruchs spekuliert worden. Der Termin für die Wiederholung werde am Montag bekanntgegeben.
Wolfsberg als „Regenloch“ der Liga
Wolfsberg etablierte sich damit als „Regenloch“ der Liga, musste doch schon zum Saisonauftakt im Juli das Heimspiel des Aufsteigers gegen die Wiener Austria aus demselben Grund abgesagt werden. Zu Beginn präsentierte sich der Rasen der ausverkauften Lavanttal-Arena - 7.300 Zuschauer waren im Stadion - noch in brauchbarem Zustand, auch bei der Kommissionierung um 14.00 Uhr hatte es für Ouschan nichts zu beanstanden gegeben.

APA/Gert Eggenberger
Strafraumszenen in Wolfsberg glichen nach der Pause einer Schlammschlacht
Sturm-Trainer Peter Hyballa gab erneut Goalie Johannes Focher vor Christian Gratzei den Vorzug, ließ Routiniers wie Manuel Weber, Darko Bodul oder Imre Szabics vorerst auf der Bank. Erstmals seit langem stand auch Leonhard Kaufmann wieder in der Startformation. WAC-Trainer Nenad Bjelica hatte seine Mannschaft gleich an fünf Positionen verändert. In einer offenen Begegnung brachte Michael Sollbauer (22.) die Gastgeber in Führung, Florian Kainz (39.) glich vor der Pause aus.
„Geilheit vor dem Tor“ hatte Hyballa von seiner Elf gefordert, der die Lust auf den Sieg anzumerken war. 20 Minuten lang gaben die „Blackies“ den Ton an, fanden dabei auch eine gute Chance vor: Bukva (12.) brachte WAC-Goalie Christian Dobnik bei einem direkten Freistoß in große Bedrängnis, Richard Sukuta-Pasu setzte nach, sein Versuch wurde aber vor der Linie geklärt.
Überraschende Führung für die Hausherren
Umso überraschender kam die Führung für die Hausherren. Zwar konnte Focher im Verbund mit Nicola Vujadinovic erst noch knapp vor Christian Falk klären, beim folgenden Eckball „klingelte“ es aber: Dank schwachen Stellungsspiels von Bukva konnte Sollbauer nach Jacobos Eckball unbedrängt zum 1:0 einköpfeln.
Sturm war in der Folge von der Rolle, nur fünf Minuten später ließ sich Falk allein vor Focher gar die Riesenchance auf das 2:0 entgehen, setzte den Ball aber neben den Kasten. Die Partie behielt ihren überraschenden Charakter: Kurz vor der Pause holte Kainz sein Team aus dem Zwischentief, rutschte nach Stanglpass von Kaufmann punktgenau heran und schoss aus Kurzdistanz zum Ausgleich ein.
In der zweiten Hälfte sorgte der anhaltende Regen für immer schwierigere Verhältnisse am Rande des Regulären. Rubin Okotie (50.) und Sukta-Pasu (59.) für Sturm sowie David de Paula (55.) für die Wolfsberger fanden noch gute Möglichkeiten vor, dann aber machte Ouschan dem „Wasserball“ ein Ende.
Stimmen zum Abbruch
Nenad Bjelica (WAC-Trainer): „Ich habe so etwas noch nie erlebt. Aber es war absolut richtig, abzubrechen.“
Peter Hyballa (Sturm-Trainer): „Ab der zweiten Hälfte ist es immer schlimmer geworden. Das hatte keinen Sinn mehr. Die Entscheidung abzubrechen war absolut in Ordnung.“
Tipp3-Bundesliga, 13. Runde
Samstag, Stand beim Abbruch in der 62. Minute:
WAC - Sturm 1:1 (1:1)
Lavanttal-Arena, 7.300 Zuschauer, SR Ouschan
Torfolge:
1:0 Sollbauer (22.)
1:1 F. Kainz (39.)
WAC: Dobnik - Thonhofer, Sollbauer, Solano, Baldauf - De Paula, Polverino, Putsche, Jacobo - Falk, Stückler (62./Rivera)
Sturm: Focher - Hölzl, Dudic, Vujadinovic, Klem - Kaufmann, Madl, F. Kainz - Okotie, Bukva (60./Weber), Sukuta-Pasu
Gelbe Karten: Baldauf, Falk bzw. F. Kainz
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