Jubel statt Fanprotest
Nur zwei Tage haben sich die Vienna Capitals über die Tabellenführung in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) freuen dürfen. Die Wiener kassierten am Dienstag in der 17. Runde bei den Red Bulls Salzburg eine bittere 0:4-Niederlage und wurden wieder vom VSV auf Platz eins abgelöst. Die Villacher besiegten Schlusslicht Innsbruck mit 8:5.
In Salzburg herrschte vor dem Schlager dicke Luft: Die Fans hatten nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen einen Unterstützungsboykott angekündigt, Trainer Pierre Page ließ sich aber nicht beirren. Anstelle seiner zwei erfahrenen Toptorhüter Alex Auld und Bernd Brückler setzte der Coach auf den erst 18-jährigen Luka Gracner.

GEPA/Felix Roittner
Salzburg ließ sich diesmal die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen
Die Rechnung ging auf. Mit einem Billardtor durch Alex Grenier (25.) holten sich die „Roten Bullen“ die Unterstützung der 3.100 Fans zurück und legten auch ihre offensichtliche Nervosität ab. Nur 52 Sekunden später erhöhte Ryan Glenn auf 2:0.
Dominique Heinrich schloss das Mitteldrittel mit dem 3:0 ab - und diesmal ließen sich die Salzburger im Unterschied zur Partie am Sonntag gegen den KAC die klare Führung nicht mehr nehmen. Am Ende war Jubel statt Fanprotest angesagt. Die Caps blieben dagegen erstmals in dieser Saison ohne Torerfolg.
Erste Bank Eishockey Liga, 17. Runde
Dienstag:
Salzburg - Capitals 4:0
(0:0 3:0 1:0)
Salzburg, 3.100 Zuschauer, SR Kellner/Potocan
Tore: Grenier (25., 54.), Glenn (26.), Heinrich (35.)
Strafminuten: 12 bzw. 14
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