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Knapper Sieg bei Polster-Club

Josko Ried hat den Cuptraum der Wiener Viktoria beendet. Der Bundesligist setzte sich im Auswärtsspiel beim Wiener Stadtligisten am Dienstagabend mit 1:0 (1:0) durch und schaffte damit den Sprung ins Viertelfinale. Marco Meilinger gelang in der 44. Minute das entscheidende Tor, mit Ruhm überhäufte sich Ried auf dem Sportclub-Platz jedoch nicht.

Viktoria-Coach Toni PolsterGEPA/Philipp BremDas erhoffte Wunder war für Polsters Team gar nicht einmal so weit weg

Die von ÖFB-Rekordtorschütze Toni Polster betreute Viktoria machte es dem Favoriten nicht einfach. Der in der vierten Leistungsstufe spielende Underdog hielt mit viel Einsatz dagegen, die in der Vorsaison bis ins Finale vorgestoßenen Rieder präsentierten sich auch in schwacher Tagesform. Von einem Klasseunterschied war nicht viel zu merken, da vor allem spielerisch bei Ried kaum etwas klappte.

„Wir können sehr stolz und zufrieden sein. Uns hat in den entscheidenden Phasen auch das Glück gefehlt. Die Schlüsselszene war vor dem Tor, als wir in Führung gehen hätten können. Ich kann meinen Spielern heute keine Vorwürfe machen, sie haben fantastisch gespielt“, lobte Polster seine Spieler. Ried-Trainer Heinz Fuchsbichler hatte weniger Lob übrig: „Mit der Leistung kann ich nicht zufrieden sein. Unter dem Strich sind wir weitergekommen, das Spiel sollten wir aber sofort wieder abhaken.“

Wiener Viktoria im Konter gefährlich

In der 43. Minute kam die in der zweiten Runde gegen Kapfenberg erfolgreiche Viktoria dem Tor sogar gefährlich nahe. Stefan Milosavljevic nahm eine Hereingabe per Flugkopfball, der anstelle von Stammgoalie Thomas Gebauer im Tor stehende Wolfgang Schober rettete mit einer Fußabwehr. Unmittelbar nach der Schrecksekunde gelang Ried aber die Führung durch einen kuriosen Meilinger-Freistoß, der an Freund und Feind vorbei ins Tor ging.

Das Torvideo in insider.ORF.at

Rieds Coach Heinz Fuchsbichler durfte in der zweiten Spielhälfte trotzdem nicht durchatmen. Seine Elf war zwar etwas stärker, ließ sich aber auch etliche Male gefährlich auskontern. Robert Zulj vergab die beste Möglichkeit der Oberösterreicher auf die Entscheidung (76.), auf der Gegenseite blieb Schober gegen den eingewechselten Benjamin Kalchschmid Sieger (77.). Nach 93 Minuten hatte sich Ried der Pflichtaufgabe entledigt.

WAC siegt bei FC Lustenau

Mit dem WAC ist ein weiterer Bundesligist seiner Favoritenrolle zumindest vom Ergebnis her gerecht geworden. Die Kärntner setzten sich auswärts bei Erstligist FC Lustenau mit 2:1 (2:0) durch und stehen damit erstmals in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale. Manuel Kehre (28.) und Sandro Zakany (42.) sorgten schon in der ersten Halbzeit für die letztlich entscheidende Führung. Der FC Lustenau kam erst in der Schlussphase durch Stipe Vucur zum Anschlusstreffer (89.).

Lustenau ging vor nur rund 500 Zuschauern sehr verhalten in die Partie. Der WAC, von Trainer Nenad Bjelica an einigen Positionen umgestellt, hatte das Spiel sicher im Griff. Verdient war daher auch die Führung durch Kehre, der aus spitzem Winkel zur Führung traf (28.). Kurz vor der Pause bereitete Kehre das 2:0 mustergültig vor, seine Flanke verwertete Zakany per Kopf (42.).

In der starken Lustenauer Schlussoffensive kamen die defensiv gut spielenden Gäste noch ins Wanken. Arvedin Terzic vergab zunächst eine Riesenchance (85.), ehe Vucur doch noch der Anschlusstreffer gelang. Und beinahe wären die Kärntner für ihre Passivität in der zweiten Hälfte bestraft worden, aber ein Terzic-Tor in der 93. Minute wurde wegen Abseits aberkannt. Damit war für den FC Lustenau zum fünften Mal in Folge im Achtelfinale Endstation.

Pasching gewinnt Regionalliga-Duell

Erstmals seit der Saison 2005/06 wieder im Viertelfinale steht hingegen der FC Pasching. Im Duell zweier Vertreter der Regionalliga Mitte setzten sich die Oberösterreicher gegen Austria Klagenfurt am Dienstagabend zu Hause 2:1 (1:0) durch. Ivan Kovacec (10.) und Casanova (68.) trafen für den Regionalliga-Spitzenreiter, den Kärntnern blieb nur noch der Anschlusstreffer durch Kapitän Matthias Dollinger aus einem Foulelfmeter (70.).

Die Klagenfurter waren im Übrigen nur unter Protest angetreten, da Pasching von Red Bull unterstützt wird und das Antreten von zwei vom selben Konzern finanzierten Vereinen im Cup laut Statuten nicht erlaubt ist. Pasching gilt allerdings nicht offiziell als Farm-Team des Meisters. Als prominenter Gast stellte sich dennoch Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick in Pasching ein.

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Publiziert am 31.10.2012