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Schwierige Anreise
Laut Bürgermeister Michael Bloomberg soll dem Rennen nichts im Wege stehen. Allerdings dürfte es heuer für viele Läufer schwieriger sein, an den Start zu gehen, als dann das Ziel zu erreichen. Denn „Sandy“ hatte für den Zusammenbruch des öffentlichen Verkehrs in New York und Umgebung gesorgt. Geschlossene Flughäfen, überflutete U-Bahnen und Straßen sowie Bezirke ohne Strom hatten in den letzten Tagen das Bild im „Big Apple“ geprägt.
Reuters/Adrees LatifDie Spuren von „Sandy“ sind noch deutlich zu sehenTrotzdem sind die Organisatoren optimistisch, das Rennen durchführen zu können. „Der Marathon war immer ein besonderer Tag für die New Yorker und ein Symbol der Lebensfreude und Flexibilität dieser Stadt“, erklärte Mary Wittenberg, die Renn-Chefin und Präsidentin der New York Road Runners.
Anzahl der Starter ungewiss
Der Marathon durch die fünf Boroughs (Bezirke) der Stadt führt zumeist durch Gebiete, die vom Sturm nicht zu sehr betroffen wurden. Tunnels oder die Südspitze Manhattans, die am stärksten von Überschwemmungen betroffen war, liegen nicht auf der 42,195 Kilometer langen Strecke. Ursprünglich wurden 47.000 Läufer erwartet - wie viele es nach „Sandy“ sein werden, ist noch unklar.
„Ich weiß nicht, wie viele Tausend Menschen laufen werden, aber ich kann sicher sagen, dass es nicht 47.000 sein werden“, erklärte Norman Goluskin von den veranstaltenden New York Road Runners in der „New York Times“. „Wir werden uns alle Möglichkeiten offenhalten, um etwaige Änderungen und Anpassungen am Renntag und dem Rennwochenende durchführen zu können“, erklärte Wittenberg.
Nach Angaben von Bloomberg könnte es vier bis fünf Tage dauern, ehe die U-Bahnen wieder einsatzbereit sind - für Sonntag könnte das knapp werden. Der Start des Marathons befindet sich auf Staten Island, rund die Hälfte der Teilnehmer kommt gewöhnlich mit der Fähre, viele andere per Bus durch den Battery-Tunnel, der der die Stadtteile Manhattan und Brooklyn verbindet. Beide Zugangswege waren wegen des Sturms zuletzt aber unterbrochen.
Probleme für internationale Teilnehmer
Doch auch die Teilnehmer, die nicht aus New York und Umgebung kommen, stehen vor großen logistischen Problemen: Der Flughafen John F. Kennedy sollte am Mittwoch wieder für einige Flüge geöffnet werden, wann La Guardia und Newark bereit sind, stand vorerst noch nicht fest. Rund 20.000 internationale Läufer sollten per Flugzeug anreisen, dazu kommen Familienmitglieder und Freunde, die viele Athleten begleiten.
Für diejenigen, die die Anreise nicht rechtzeitig schaffen, wurde die Frist für die Absage von Mittwoch auf Samstag verlängert, sie erhalten einen Startplatz für 2013. Die Startgebühr in Höhe von immerhin 347 Dollar verfällt allerdings, kommendes Jahr muss sie erneut erlegt werden.
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Publiziert am 31.10.2012