Themenüberblick

„Die Hölle liegt wirklich weit hinter mir“

Nach seinem dramatischen Absturz mit Alkoholproblemen ist der ehemalige Skispringer Matti Nykänen wieder ins normale Leben zurückgekehrt. „Die Hölle liegt wirklich weit hinter mir - ich bin dem Himmel eigentlich recht nah“, sagte der 49-jährige Finne der „Welt“ (Sonntag-Ausgabe).

Der vierfache Olympiasieger und viermalige Weltcup-Gesamtgewinner hatte nach dem Ende seiner Karriere mit Alkoholeskapaden für Aufsehen gesorgt, er verprasste sein Geld und landete zweimal im Gefängnis, weil er Menschen attackiert und verletzt hatte. Er glaube, die Hölle sei nicht so schlimm, wie es sein Leben jahrelang gewesen ist: „Die Hölle muss ein besserer Ort sein.“

Matti Nykänen

GEPA/MVphotos/Markku Ruottinen

Nykänen bei der Veteranen-WM 2008 in Finnland

„Weil ich nichts anderes zu tun hatte“

„Wenn du trinkst, lebst du wie in einer Blase und siehst keinen Sinn“, erklärte Nykänen. Getrunken habe er, weil er „nichts anderes zu tun hatte“. Dass er ins normale Leben zurückfand, verdanke er in erster Linie seiner neuen Liebe Susanna: „Sie ist die Erste, der ich wirklich vertraue“, sagte Nykänen, der zuletzt vor zweieinhalb Jahren für Aufregung gesorgt hatte, als er seine damalige Ehefrau Mervi Tapola mit einem Messer attackierte und dafür zu einer unbedingten Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt wurde.

Nykänen verbrachte bereits davor mehr als ein Jahr hinter Gittern, nachdem er einen Bekannten im Rahmen eines Saufgelages ebenfalls mit einem Messer in den Rücken gestochen und dadurch schwer verletzt hatte. Das Urteil lautete damals auf zwei Jahre und zwei Monate Gefängnis. Nykänen wurde aber vorzeitig auf Bewährung entlassen.

Link: