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„Ein Traum geht in Erfüllung“

Bernd Wiesberger hat es geschafft, der 28-Jährige aus dem Burgenland wird am Donnerstag als erster Österreicher bei den US Open abschlagen. Wiesberger verbesserte sich durch seinen zweiten Platz bei den Lyoness Open in Atzenbrugg in der Weltrangliste auf den für eine Teilnahme an dem Major-Turnier nötigen 60. Rang.

Es war eine Punktlandung, die Wiesberger hinlegte. Auch dank der Resultate anderer Spieler auf der US- und der Asien-Tour verbesserte er sich in der Rangliste vom 69. Platz unter die besten 60, nur 0,0224 Punkte vor dem an die 61. Stelle abgerutschten Spanier Pablo Larrazabal. Der HAK-Absolvent aus Oberwart wird im Pinehurst Resort in North Carolina auf die fast vollzählig vertretene Elite treffen. Nur Superstar Tiger Woods (USA) und Thomas Björn (DEN), der Spitzenreiter der Europatour, fehlen wegen Verletzungen.

„Damit geht ein Traum in Erfüllung“, sagte Wiesberger, der sich in Atzenbrugg am Sonntag erst im Stechen dem Schweden Mikael Lundberg geschlagen geben musste. Der Ärger darüber war schnell verflogen. „Ich spiele als erster Österreicher bei den US Open, das ist ein großartiges Trostpflaster, über das ich mich sehr freue.“ Sein Ziel in Pinehurst? „Ich will mich schnell auf den Platz einstellen und mich bestmöglich präsentieren. Meine Form war zuletzt ansteigend, diesen Trend möchte ich fortsetzen.“

Bernd Wiesberger

GEPA/Christian Walgram (Montage)

Wiesberger feiert Premiere bei den US Open

US-Open-Ticket als Entschädigung

Am Sonntag hatte Wiesberger im Diamond Country Club auf der drittletzten Spielbahn mit einem Bogey den möglichen Sieg aus der Hand gegeben und im Stechen gegen den Schweden Mikael Lundberg am ersten Extraloch den Kürzeren gezogen. „Ich hätte es nur noch sicher nach Hause spielen müssen, das ist sicher eine Enttäuschung“, hatte Wiesberger gemeint und trotz Rang zwei und einem Scheck über 111.110 Euro von einem „bitteren Beigeschmack“ gesprochen.

Das Ticket für die US Open versöhnte den 28-Jährigen aber nach dem so knapp verpassten zweiten Sieg im Heimturnier nach 2012. „Ich habe die tolle Atmosphäre sehr genossen. Für einen zweiten Platz auf der European Tour muss man sich nicht schämen, zumal er die Quali für die US Open bedeutet“, sagte Wiesberger.

3,009 Millionen Euro Preisgeld

Der Gewinner von bisher drei Titeln (zwei auf der Europa-, einer auf der Asientour) spielt zum vierten Mal bei einem der vier Major-Turniere. Bei seinem Debüt im PGA Championship im August 2012 verpasste er ebenso den Cut wie beim gleichen Turnier im Jahr darauf. Die British Open im Juli 2013 beendete Wiesberger als enttäuschter 64., nachdem er als 24. souverän den Cut geschafft hatte. Markus Brier (sieben Major-Teilnahmen) hat bei den British Open 2007 als Zwölfter die bisher beste Major-Platzierung eines ÖGV-Profis erreicht.

Wiesberger verbesserte sich nach den Lyoness Open in der Jahreswertung der Europatour um elf Plätze an die 35. Stelle (377.813 Euro) und übertraf nach seinem 126. Turnier mit 3,009 Millionen Euro eine weitere Schallmauer. Brier, der Ende 2013 mit 45 Jahren seine Laufbahn beendet hatte, rangiert mit 4,068 Millionen Euro Karrierepreisgeld auf der Europatour noch unter den Top 100.

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