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Leverkusen in Gruppe E vor dem Aus

Lionel Messi ist zurück: Der Star des FC Barcelona hat am Dienstagabend ein glänzendes Comeback in der UEFA Champions League gegeben. Der 28-jährige Argentinier, der erstmals seit seiner Verletzungspause von Beginn an spielte, erzielte beim 6:1-Kantersieg der Katalanen gegen AS Roma zwei Tore und steuerte einen Assist bei.

Barcelona steht damit als Sieger von Gruppe E sicher im Achtelfinale. Bayer Leverkusen steht nach dem 1:1 (0:1) beim weißrussischen Meister BATE Borisow hingegen vor dem Aus. Der deutsche Bundesligist hält nach fünf Spieltagen wie Roma bei fünf Punkten, hat aber das direkte Duell mit den Italienern verloren. Leverkusen muss am letzten Spieltag daheim gegen Barcelona daher mehr Punkte machen als Roma zu Hause gegen Schlusslicht Borisow.

Das Match in Barcelona war früh entschieden. Luis Suarez (15.) und der wieder in Topform agierende Ausnahmekicker Messi (18.) sorgten binnen drei Minuten für klare Verhältnisse. Noch vor der Pause erhöhte Suarez (44.) auf 3:0, Gerard Pique stellte kurz nach dem Wechsel und Assist von Messi auf 4:0 (56.).

Messi holt in ewiger Torschützenliste auf

Der fünfte Treffer ging dann wieder auf das Konto von Kapitän Messi (60.), der damit seinen Rückstand in der ewigen Torschützenliste der Champions League auf den Portugiesen Cristiano Ronaldo auf drei Tore reduzierte. Im Spitzenduell steht es nun 82:79 für Ronaldo, der am Mittwochabend mit Real Madrid bei Schachtjor Donezk antritt.

Lionel Messi (Barcelona) erzielt ein Tor

APA/AFP/Josep Lago

Messi präsentierte sich wieder in Topform

„Joker“ Adriano machte das halbe Dutzend mit einem Elfernachschuss voll, nachdem sein brasilianischer Landsmann Neymar zu lässig aus dem Stand am Roma-Schlussmann Wojciech Szczesny gescheitert war (77.). Den Ehrentreffer für Italiens Vizemeister erzielte Edin Dzeko in der Nachspielzeit (91.). Der Bosnier war zuvor mit einem Foulelfer an Barca-Tormann Marc-Andre ter Stegen gescheitert (82.).

Blitztor von Borisow nach Fehler von Leno

In Borisow gingen die Weißrussen vor 12.600 Zuschauern mit einem Blitztor durch Michael Gordejtschuk nach schwerem Fehler von Goalie Bernd Leno, dem der Ball durch Hände und Beine rutschte, schon nach 68 Sekunden in Führung. Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit steigerte sich Leverkusen und kam zum verdienten Ausgleich. Admir Mehmedi wahrte für den Club von Coach Roger Schmidt mit seinem Tor in der 68. Minute zumindest die sehr kleine Chance auf den Aufstieg.

Trainer Roger Schmidt (Leverkusen)

APA/AP/Sergei Grits

Das Spiel seines Teams konnte Schmidt vor allem in Hälfte eins nicht erwärmen

Dragovic wahrt mit Kiew Aufstiegschance

Österreichs Teamverteidiger Aleksandar Dragovic wahrte indes mit Dynamo Kiew die Aufstiegschance in der Gruppe G. Der ukrainische Meister siegte in Porto dank einem verwandelten Foulelfmeter von Andrej Jarmolenko (35.) und einem Kontertor des Paraguayers Derlis Gonzalez (64.) mit 2:0 (1:0).

Zwei Zähler fehlen Kiew nun auf das punktegleiche Spitzenduo Chelsea und Porto, das in der letzten Runde am 9. Dezember in London aufeinandertrifft. Dragovic und Co. brauchen für die Achtelfinal-Teilnahme einen Heimsieg über das punktelose Schlusslicht Maccabi Tel Aviv, das in Haifa gegen Chelsea 0:4 (0:1) unterging.

Zenit St. Peterburg weiter makellos

In der Gruppe H ist Zenit St. Petersburg weiter unantastbar. Der russische Meister siegte zu Hause dank Toren von Oleg Schatow (15.) und Artem Dsjuba (74.) gegen den stark ersatzgeschwächten Verfolger Valencia 2:0 (1:0) und hält damit als einziger Königsklassenclub nach dem fünften Spieltag beim Punktemaximum. Für Valencia, das die Partie nach einer Roten Karte für Ruben Vezo mit nur zehn Mann beendete, ist das Weiterkommen ins Achtelfinale der Königsklasse nun in Gefahr

Denn KAA Gent sorgte im zweiten Gruppenspiel für eine Überraschung. Die Belgier gewannen bei Olympique Lyon mit 2:1 und sorgten damit für das vorzeitige Ausscheiden der Franzosen. Kalifa Coulibaly fixierte mit seinem Kopfballtor in letzter Aktion des Spiels (95.) den ersten Auswärtssieg für Gent in der Königsklasse.

Renato Neto und Sven Kums (KAA Gent)

APA/EPA/Guillaume Horcajuelo

Gent jubelt über den ersten Auswärtssieg in der Königsklasse

Gent liegt in der Tabelle jetzt einen Punkt vor Valencia an zweiter Stelle. Am letzten Spieltag ist Gruppensieger St. Petersburg in Gent zu Gast, Valencia empfängt Lyon.

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