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Per Helikopter ins Grazer LKH

Das Einfliegen für die Skiflug-Weltmeisterschaft auf dem Kulm bei Bad Mitterndorf ist am Mittwoch von einem schweren Sturz des Kärntners Lukas Müller überschattet worden. Der 23-jährige Vorspringer kam nach rund 120 Metern offenbar wegen eines Materialproblems zu Fall und war kurz bewusstlos. Müller wurde mit dem Helikopter ins Grazer LKH geflogen.

Müller könnte ersten ersten Informationen zufolge aus dem Schuh gerutscht sein. Jedenfalls hatte er bei dichtem Schneetreiben die Kontrolle über den Flug verloren. Es bestand der Verdacht auf eine Rückenverletzung, denn Müller, der schon 2010 in der Kulm-Qualifikation schwer gestürzt, damals aber unverletzt geblieben war, hatte zunächst seine Beine nicht gespürt. Später gab es allerdings leichte Entwarnung.

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APA/Barbara Gindl

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„Verdacht auf Wirbelverletzungen“

„Lukas war kurz weg, dann aber wieder bei Bewusstsein. Jetzt wurde er mit dem Hubschrauber mit Verdacht auf Wirbelverletzungen nach Graz geflogen. Lukas soll kurz ein Taubheitsgefühl in den Beinen gehabt, dann aber wieder etwas gespürt haben. Allerdings klingt das alles schlimmer, als es ist“, wurde WM-Pressechef Bernhard Foidl in der „Kleinen Zeitung“ (Onlineausgabe) zitiert.

Die Kulm-Schanze wurde am Mittwoch, einen Tag vor WM-Beginn, von Vorspringern getestet. Die WM-Teilnehmer gehen erst am Donnerstag im Training und in der Qualifikation auf die Schanze. Am Freitag und Samstag wird der Einzel-Weltmeister ermittelt, am Sonntag (jeweils live in ORF eins und im Livestream) werden die Medaillen im Team-Bewerb vergeben.

Flüge bis zu 250 Meter möglich

Den Schanzenrekord hält der Deutsche Severin Freund mit 237,5 Metern bei seinem Weltcup-Sieg im Vorjahr. Bei den Titelkämpfen kann es noch weiter gehen. „Am Kulm kann man bei optimalen Bedingungen bis 250 Meter weit fliegen. Das Ziel ist es, dass möglichst viele Springer in den Bereich zwischen 210 und 240 Metern kommen“, erklärte WM-Chef Hubert Neuper.

Um die Sicherheit der Springer zu gewährleisten, wurde der Schanzenvorbau noch einmal angehoben, um die Flugbahn in der ersten Phase niedriger zu halten. Zudem wurde eine Eisspur im Anlauf eingebaut.

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