Hirscher will in Kitz-Super-G „Ball flach halten“

In seinem Blog auf der Website von Red Bull hat Marcel Hirscher noch einmal den Weltcup-Slalom von Wengen Revue passieren lassen. Mehr als der Ausfall im zweiten Durchgang ärgere ihn der erste Lauf. „Weil er von der Zeit her alles andere als berauschend war“, schrieb der Salzburger, der 0,74 Sek. Rückstand auf Henrik Kristoffersen (NOR) hatte. Kristoffersen siegte dann auch nach Halbzeitführung.

Rätselraten nach großem Zeitabstand

„Im zweiten (Lauf, Anm.) waren plötzlich meine Kanten kaputt und damit der Grip weg. Und mit platten Reifen wird das Kurvenfahren nun mal schwierig. Das kann man akzeptieren“, so der ÖSV-Star.

Was Hirscher aber rätseln lasse, sei der Zeitabstand nach dem ersten Lauf. „Obwohl ich gekämpft habe wie ein Löwe, war ich trotzdem nicht in Schlagdistanz zu den Führenden. Das gibt zu denken - genau wie die kaputten Ski, von denen wir bis jetzt noch nicht wissen, wo sie genau kaputt gegangen sind“, so Hirscher weiter.

Volle Konzentration auf Kitzbühel

Nun müsse er sich auf Kitzbühel konzentrieren und den Anschluss an Kristoffersen wiederherstellen, der selbst den „Abfahrts-Slalom“ in Wengen bravourös gemeistert habe. „Auf einem Kurs, der einem Weltcup-Rennen nicht wirklich würdig war, erneut so zu brillieren, das ist schon eine Ansage. Von daher - Chapeau!“

Bei den Hahnenkamm-Rennen wird Hirscher am Freitag auch den Super-G und die Kombination bestreiten, doch wolle er „den Ball flach halten“, weil er seit seinem Speed-Sieg in Colorado Anfang Dezember keine einzige Super-G-Kurve mehr gefahren sei. „Hinzukommt, dass das Training, das ich mir für letzte Woche vorgenommen hatte, aufgrund des Wetters nicht möglich war.“