„Keine guten Nachrichten“ über Schumacher

Der ehemalige Ferrari-Boss Luca di Montezemolo hat am Donnerstag mit einer Bemerkung über den Gesundheitszustand des bei einem Skiunfall im Dezember 2013 schwer verletzten siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher aufhorchen lassen.

„Ich habe Neuigkeiten, und leider sind sie nicht gut“, meinte der frühere Ferrari-Teamchef gegenüber Reportern. Auf Details über den Zustand Schumachers wollte der 68-jährige Italiener aber nicht eingehen. „Das Leben ist seltsam. Er war ein fantastischer Fahrer und hatte 1999 bei Ferrari nur einen Unfall. Dann zerstört ein zufälliger Skiunfall sein Leben.“

Auch Schumachers Managerin Sabine Kehm, die seit Jahren den ehemaligen Motorsportstar gegenüber den Medien abschirmt, wollte auf Nachfrage von Nachrichtenagenturen wie Reuters und dpa keine Stellungnahme zu den Äußerungen Montezemolos abgeben.

Monatelang im künstlichen Koma

Der 47-jährige Schumacher hatte sich bei einem Skiunfall vor über zwei Jahren am 29. Dezember 2013 schwere Kopfverletzungen zugezogen. Er befindet sich seit September 2014 weiterhin abgeschirmt von der Öffentlichkeit zur Rehabilitation zu Hause in seiner Wahlheimat am Genfer See. Schumacher war im Skigebiet oberhalb von Meribel mit dem Kopf auf einen Stein geschlagen und hatte sich trotz Helmes ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Er kämpfte tagelang um sein Leben und lag mehrere Monate im künstlichen Koma im Universitätskrankenhaus von Grenoble.

Offizielle und verlässliche Angaben über Schumachers Zustand ließ wenn, dann nur Kehm verlauten, nachdem es am Tag nach dem Unfall noch eine Pressekonferenz mit den behandelnden Ärzten gegeben hatte. Kurz vor Weihnachten 2015 hatte Kehm einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach Schumacher wieder gehen könne. Stets hieß es, es gebe nur dann Mitteilungen, wenn sich der Zustand des zweifachen Familienvaters deutlich verändere.