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Sturm verliert Anschluss an Top Drei

Der SV Mattersburg ist dem Verbleib in der tipico-Bundesliga am Samstag einen großen Schritt näher gekommen. Die Burgenländer feierten in der 26. Runde dank eines Treffers von Markus Pink (40.) einen 1:0-Heimsieg über Puntigamer Sturm Graz und liegen als Sechster schon neun Punkte vor Schlusslicht SV Grödig. Die Grazer bleiben auf Rang vier, haben aber nur noch einen Zähler Vorsprung auf den SVM.

Der Sieg der Mattersburger kam nicht unglücklich zustande, denn die Gäste diktierten in der zweiten Hälfte klar das Geschehen. Allerdings besiegelte noch vor der Pause ein schwerer Fehler von Goalie Michael Esser die erste Sturm-Auswärtsniederlage nach drei Partien. Der Deutsche griff bei einer Flanke von Thorsten Röcher daneben, Pink musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben.

Mattersburg beendet gegen Sturm Heimmisere

Dank eines Treffers von Pink (40.) beendete Mattersburg gegen Sturm eine über vier Monate andauernde Heimserie ohne Sieg.

Pink nutzt zweite Chance eiskalt aus

Nach 48 Sekunden war der SVM-Torjäger noch aus guter Position an Esser gescheitert. In der 18. Minute traf Pink nach Hereingabe von Patrick Farkas knapp vor dem Tor den Ball nicht richtig, 20 Minuten später bugsierte Röcher das Spielgerät nach gutem Zusammenspiel mit Manuel Prietl genau in die Arme von Esser.

Michael Esser (Sturm) kassiert ein Tor gegen Mattersburg

GEPA/Hans Oberländer

In der 18. Minute konnte Sturm-Goalie Esser dem Ball nur noch nachschauen

Bei Sturms einziger nennenswerten Offensivaktion vor der Pause rettete Keeper Markus Kuster vor Bright Edomwonyi. Erst mit der Einwechslung von Donis Avdijaj unmittelbar nach dem Seitenwechsel kam Schwung ins Sturms Angriffsspiel - Beleg dafür war zunächst ein von Kuster parierter Schuss des Deutschen (58.). In der 63. Minute schupfte Avdijaj den Ball nach schöner Vorlage von Andreas Gruber über die Latte, in der 67. Minute fand er wieder in Kuster seinen Meister.

Erster Heimsieg seit 24. Oktober

Der starke Mattersburger Schlussmann bewies seine Qualitäten auch bei einer Topchance von Edomwonyi in der 71. Minute. Auf der Gegenseite wurde es nur noch einmal brenzlig, als Esser in höchster Not einen Torerfolg von Röcher verhinderte (73.).

Am Ende blieb es beim 1:0 für die Hausherren, womit die bei nur einem Frühjahrssieg haltenden „Blackys“ schon seit sieben Duellen auf einen vollen Erfolg über Mattersburg warten. Das Team von Ivica Vastic hingegen jubelte über den ersten Heimsieg seit 24. Oktober 2015, als der SCR Altach mit 2:1 besiegt wurde. Danach folgten im Pappelstadion je drei Remis und Niederlagen.

Stimmen zum Spiel

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): „Einige Spieler waren krank und dadurch geschwächt. Trotzdem hat die Mannschaft alles gegeben, was in ihr steckt. In der ersten Hälfte hatten wir einige Möglichkeiten, in der zweiten Hälfte war Sturm spielbestimmend. Wir haben versucht, nichts zuzulassen. Die Defensive und unser Tormann haben gut gearbeitet. Wir waren heute eine richtige Einheit auf dem Platz, das war der Schlüssel zum Erfolg. Aber wir haben auch ein bisschen Glück gehabt. Wir haben eine Reaktion nach der Niederlage gegen Rapid gezeigt. Wir brauchten die Punkte unbedingt.“

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): „Besser kann man auswärts nicht Fußball spielen, als wir es getan haben. Wir hatten fünf, sechs Sitzer. Nur in den ersten Minuten war Mattersburg besser. In der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf ein Tor, außer ein paar Kontersituationen. Die Niederlage ist extrem bitter. Das Vertrauen in meine Spieler ist da. In der zweiten Hälfte war bei uns nur ein Spieler über 25 Jahre dabei, es haben extrem viele junge Spieler gespielt. Die Welt ist nicht in Ordnung bei Sturm, wir sind ein Traditionsverein und werden weiter an uns arbeiten.“

Tipico-Bundesliga, 26. Runde

Samstag:

Mattersburg - Sturm Graz 1:0 (1:0)

Pappelstadion, 3.600 Zuschauer, SR Lechner

Tor: 1:0 (40.) Pink

Mattersburg: Kuster - Farkas, Malic, Mahrer, Novak (63. Maksimenko) - Jano - Prietl, Röcher, Erhardt (56. Höller) - Bürger, Pink (76. Rath)

Sturm: Esser - Potzmann, Avlonitis, Spendlhofer, Lykogiannis - Kamavuaka, Offenbacher (46. Avdijaj) - Dobras (77. Klaric), M. Stankovic (61. Gruber), Horvath - Edomwonyi

Gelbe Karten: Mahrer bzw. Kamavuaka, Gruber

Die Besten: Kuster, Röcher, Jano bzw. Avdijaj, Kamavuaka, Horvath

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