Matthews verteidigt Führung bei Paris - Nizza

Michael Matthews hat im Etappenrennen Paris - Nizza seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut. Nach seinem Sieg im Prolog gewann der Australier am Dienstag auch die zweite Etappe, allerdings brauchte er nach einer regelwidrigen Schlussattacke von Nacer Bouhanni dazu den Entscheid der Jury.

Im Sprint des Feldes in Commentry war Matthews, im Vorjahr Zweiter der Straßen-WM, irregulär abgedrängt worden. Der Franzose Bouhanni hatte den Australier an die Seite gedrängt und die Ziellinie als Erster überquert. Nur dank viel Geschick überstand Matthews die gefährliche Situation ohne Sturz.

Brändle lange in Fluchtgruppe

Das Urteil der Jury war unumstritten. Bouhanni wurde auf Platz drei zurückversetzt. In der Gesamtwertung führt nun Matthews 14 Sekunden vor dem Niederländer Tom Dumoulin. Richie Porte, der australische Gesamtsieger des Vorjahres, liegt mit 27 Sekunden Rückstand auf Position zehn, der spanische Favorit Alberto Contador folgt weitere sechs Sekunden zurück auf dem 18. Rang.

Kein Glück war Matthias Brändle (IAM) beschieden. Der Vorarlberger steckte in einer vier Mann starken Fluchtgruppe, die sich unmittelbar nach dem Start abgesetzt hatte und erst 12 Kilometer vor dem Ziel eingeholt wurde. Am Schluss hatte er 6:35 Minuten Rückstand. Vor ihm klassierten sich seine Landsleute Georg Preidler (Giant) und Stefan Denifl (IAM), die jeweils zwölf Sekunden hinter Matthews lagen.