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Ecclestone freut sich auf Zusammenarbeit

Der Verkauf der Formel 1 an die US-Unternehmensgruppe Liberty Media ist fix. Das teilten das amerikanische Medien- und Unterhaltungsunternehmen und der bisherige Hauptgesellschafter CVC am späten Mittwochabend mit.

Der Kaufpreis für die wichtigste Automobilrennserie der Welt beträgt laut den Angaben 4,4 Milliarden Dollar (rund vier Mrd. Euro). Zudem sollen Schulden in ähnlicher Höhe übernommen werden. Insgesamt werde die Formel 1 bei der Transaktion mit 8,0 Milliarden Dollar bewertet, hieß es in einer Mitteilung.

Bernie Ecclestone

APA/AFP/Andrej Isakovic

Ecclestone bleibt der Formel 1 in gewohnter Weise erhalten

Der bisherige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone soll seinen Posten als Geschäftsführer vorerst behalten. „Ich möchte Liberty Media und Chase Carey in der Formel 1 begrüßen und freue mich darauf, mit ihnen zu arbeiten“, wurde Ecclestone in der Mitteilung zitiert. Der amerikanische Geschäftsmann Charey wird in die Geschäftsführung der Rennserie aufsteigen.

„Gute Führung für Formel 1“

„Wir freuen uns, Teil der Formel 1 zu werden. Wir glauben, dass unsere langfristige Ausrichtung und Expertise mit Medien- und Sportgeschäften uns erlaubt, der Formel 1 eine gute Führung zu geben, von der Fans, Teams und Anteilseigner profitieren werden“, sagte Liberty-Media-CEO Greg Maffei.

Kurz zuvor hatte Ecclestone in Interviews den Deal als praktisch fix bezeichnet. Nur Details seien noch zu klären, sagte der 85-jährige Brite der Nachrichtenagentur AP. Andere Medien zitierten den Formel-1-Boss mit der Aussage, die neuen Besitzer wollten, dass er noch drei Jahre weitermache. „Nach zwei oder drei Jahren werde ich es vielleicht ein bisschen ruhiger angehen lassen“, sagte Ecclestone zu AP.

Malone schon länger interessiert

Der starke Mann bei Liberty Media ist John Malone, wegen seiner aggressiven Deals auch „Cable Cowboy“ genannt. Für die Formel 1 interessiert sich der 75-Jährige offenbar schon länger - bereits 2014 gab es Gerüchte, Firmen aus seinem Imperium stünden kurz vor dem Einstieg.

John Malone

APA/AFP/Getty Images/Drew Angerer

Malone steht an der Spitze des US-Milliardenunternehmens

Heute ist Malones Firmenreich nach etlichen weiteren Zukäufen und Abspaltungen ein weit verzweigtes Geflecht diverser schwer durchschaubarer Beteiligungen. Im Zentrum steht noch immer Liberty Media; der Konzern hat unter anderem Anteile am Shoppingsender QVC und am Baseball-Team Atlanta Braves. Das internationale Geschäft wurde 2005 in die Gesellschaft Liberty Global ausgegliedert.

Entwicklung zum Milliardengeschäft

Die Formel 1 hat sich in den vergangenen Jahrzehnten unter der Führung von Ecclestone zu einem Milliardengeschäft entwickelt. Der Brite vereinte die Teams und organisierte die gemeinsame Vermarktung, mit der die Rennserie inzwischen nahezu zwei Milliarden Dollar jährlich erlöst. „Wir alle profitieren von diesem Imperium. Bernie hat es zu dem gemacht, was es ist“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff am Wochenende in Monza.

Vor zehn Jahren hatte CVC für mehr als 800 Millionen Dollar die Mehrheit der Anteile an der Formel 1 erworben und Ecclestone als zentrale Figur im Tagesgeschäft belassen. Rund vier Milliarden Euro soll CVC mit der Formel 1 verdient haben.

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