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Goldschürfer und ein erfreulicher Einzelfall

Im August ist Rio de Janeiro zum Nabel der olympischen Welt geworden. Zum ersten Mal wurde in der brasilianischen Metropole um Gold, Silber und Bronze gekämpft. Trotz aller Probleme im Land präsentierte sich Rio der Welt als bunter Gastgeber. Während manche Sportler zu „Goldschürfern“ wurden, blieb es aus österreichischer Sicht bei einem erfreulichen Einzelfall.

Eröffnungsfeier in Rio

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Spektakel unter dem Zuckerhut: Erstmals fanden Olympische Spiele in Südamerika statt, und obwohl die Organisatoren in Rio de Janeiro auch mit Budgetproblemen zu kämpfen hatten - für ein farbenfrohes Feuerwerk zur Eröffnung war genug Geld vorhanden

Thomas Zajac und Tanja Frank

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Die „goldene“ Bronzemedaille: Tanja Frank und Thomas Zajac hatte es die österreichische Delegation zu verdanken, dass sie nicht mit einem Nuller heimfuhr. Die Bronzemedaille im Nacra17-Boot glänzte daher nicht nur für das Duo fast wie Gold.

Park Sangyoung und Benjamin Steffen

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Stichhaltige Eleganz: Der Südkoreaner Park Sangyoung (r.) und Benjamin Steffen aus der Schweiz zeigten, warum Fechten mit martialischen Schwertkämpfen nichts gemeinsam hat

BMX-Fahrer

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Überflieger: Auf dem BMX-Kurs in Deodoro waren nicht nur Trittsicherheit, sondern auch Fluggefühl gefragt

Mo Farah

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Meister der Ausdauer: Mo Farah war auf der Laufbahn über 5.000 und 10.000 m erneut eine Klasse für sich und nahm zweimal Gold mit ins British-Airways-Flugzeug

Simone Biles

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Dominante Eleganz: Den Turnbewerben drückte Simone Biles ihren Stempel auf. Die Amerikanerin holte viermal Gold, nur die Übung auf dem Schwebebalken gelang ihr nicht nach Wunsch - auch wenn auf dieser Momentaufnahme nichts davon zu sehen ist

Pools

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Grüne Spiele: Das grüne Wasser des Sprungbeckens in Rio de Janeiro ließ die Gesichter der Organisatoren rot vor Scham und jene der Athleten rot vor Zorn werden. Fehler bei der Wasseraufbereitung sorgten für Algenwuchs und kurzfristig für eine olympische Kloake.

Olivia Podmore und Tania Calvo Barbero

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Glattes Parkett: Wie knapp Sieg und Niederlage bei Olympia beisammen liegen mussten nicht nur einige österreichische Sportlerinnen und Sportler erkennen, auch auf der Radbahn zerplatzten manche Medaillenträume auf dem glatten Parkett

Kahena Kunze und Martine Grael

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Eine Frage der Perspektive: Im olympischen Segelrevier in der Guanabara-Bucht war alles eine Frage des Blickwinkels. Zwischen Hafenanlagen und Zuckerhut wurde um Medaillen gekämpft.

Michael Phelps

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Rekordmann: Michael Phelps schrieb in Rio die letzten goldenen Kapitel seiner Karriere. Der US-amerikanische Rekordmann holte noch einmal fünf Goldene und eine Silberne aus dem Becken und verabschiedete sich mit insgesamt 23 Olympiasiegen in die Schwimmpension.

Katinka Hosszu

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Ungarischer Goldfisch: Katinka Hosszu holte in Brasilien dreimal Gold und stach damit sogar Phelps aus. Denn anders als die Ungarin feierte der Amerikaner drei seiner fünf Olympiasiege in Rio in Staffeln.

Ruderer

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Sonnenaufgang über der Lagune: Die Ruderer durften vor einer beeindruckenden Kulisse um Medaillen kämpfen. Einzig der teils böige Wind und die gesundheitsgefährdende Wasserqualität trübten etwas die Idylle.

Alison Cerutti

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Brasilianische Helden: Neben Fußball hatten sich die Gastgeber nichts mehr gewünscht als Gold im Beachvolleyball. Alison/Bruno erfüllten die Hoffnung der Fans auf dem Strand der Copacabana und sorgten für Ekstase auf den Rängen.

Usain Bolt

Reuters/Kai Pfaffenbach

Catch me, if you can: Usain Bolt hatte einmal mehr gut lachen. Der Supersprinter aus Jamaika zeigte der Konkurrenz bei Olympia zum dritten Mal in Folge über 100 m und 200 m die Fersen - und hatte seinen Spaß dabei.

Peter Pfeiffer/Karl Huber, ORF.at