Themenüberblick

Leverkusen kommt nicht vom Fleck

Aleksandar Dragovic soll Bayer Leverkusen in turbulenten Zeiten zumindest auf dem Feld zu Stabilität verhelfen. Nach einer dreiwöchigen Verletzungspause wegen einer Sehnenverletzung im Oberschenkel wird der Österreicher am Freitag in der 21. Runde der deutschen Bundesliga bei Augsburg wohl sein Comeback in der Startformation für die Werkself geben.

Der 25-Jährige brennt auf seine Rückkehr. „Nach der sehr guten Wintervorbereitung gleich im ersten Pflichtspiel verletzungsbedingt auszuscheiden und drei Wochen pausieren zu müssen, war für mich extrem bitter. Wenn ich nicht Fußballspielen kann, bin ich nicht auszuhalten“, sagte Dragovic, der zu Wochenbeginn wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.

Innenverteidiger-Duo fällt aus

Da mit Jonathan Tah (Muskelfasserriss) und Ömer Toprak (Gelb-Sperre) beide Stamminnenverteidiger ausfallen, wird der Wiener wohl mit dem 21-jährigen Kroaten Tin Jedvaj das zentrale defensive Duo bilden. „Tin und ich haben im Herbst gegen Wolfsburg schon einmal das Abwehrzentrum gebildet, er hat damals den 2:1-Siegestreffer erzielt, vielleicht ist das ein gutes Omen“, meinte Dragovic, der auf den Beginn einer Erfolgsserie hofft.

Dragovic

GEPA/Thomas Bachun

Drei Wochen hatte Dragovic wegen seiner Verletzung nicht spielen können

Denn nach sechs Punkten aus den vier Spielen des Jahres 2017 steckt Leverkusen im Mittelfeld fest. Über die Chancen auf einen Europacup-Startplatz „brauchen wir uns keine Gedanken zu machen, das Einzige, was zählt, ist das nächste Spiel“, sagte Dragovic. „Wir brauchen nicht rechnen. In Wahrheit ist jede Partie ein Endspiel.“

Diskussionen über Coach Schmidt

Das könnte auch für Trainer Roger Schmidt gelten, um den sich hartnäckig Ablösegerüchte halten. Nach einem Bericht des Fachmagazins „kicker“ vom Donnerstag sollen die Bayer-Verantwortlichen in der vergangenen Woche Kontakt zu Mainz-Trainer Martin Schmidt aufgenommen haben. Der Schweizer sei einer der aussichtsreichsten Kandidaten, sollte Leverkusen unter Roger Schmidt weiter hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Allerdings dementierten sowohl Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler („Schwachsinn“) als auch Martin Schmidt. „Es gab 100 Prozent keinen Kontakt zu Bayer Leverkusen, das ist reine Spekulation“, sagte der aktuelle Trainer des FSV Mainz. Roger Schmidt selbst reagierte auf die Spekulation sehr gelassen. „Nein, mich wundert das nicht mehr. Das gehört einfach zum Geschäft dazu.“

50.000. Tor in Reichweite

Die Statistik spricht am Freitag jedenfalls klar für die Gäste. Der FC Augsburg (mit ÖFB-Teamverteidiger Martin Hinteregger) ist nach elf Bundesliga-Spielen gegen Leverkusen noch ohne Sieg, hat zuletzt aber viermal ein Remis geholt.

Der erste Torschütze am Freitag erhält jedenfalls einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Die Torstatistik der deutschen Bundesliga steht bei 49.999 Treffern. Über den Torschützen des 50.000. Tors macht sich Dragovic keine Gedanken. „Ich habe es nicht so mit Statistiken - egal wer, Hauptsache, es ist ein Leverkusener und wir fahren drei Punkte ein“, erklärte er.

Deutsche Bundesliga

Samstag, 18. Februar:
Hertha BSC Bayern München 1:1
Dortmund Wolfsburg 3:0
Frankfurt Ingolstadt 0:2
Hoffenheim Darmstadt 2:0
Mainz Bremen 0:2
Hamburger SV Freiburg 2:2
Sonntag, 19. Februar:
Mönchengladbach Leipzig 1:2
Köln Schalke 1:1

Tabelle

Links: