Themenüberblick

Europacup-Platz in weiter Ferne

Rapid muss in diesem Jahr weiter auf den ersten vollen Erfolg in der tipico-Bundesliga warten. Die Hütteldorfer kamen in der 22. Runde im Allianz Stadion gegen Admira Wacker Mödling am Samstag über ein 0:0 nicht hinaus und blieben damit wie im Derby gegen die Austria zum Frühjahrsauftakt (1:1) sieglos. Der Rückstand auf die drei fixen Europacup-Plätze wuchs dadurch auf zwölf Punkte an.

Näher ist nun sogar schon das Tabellenende, die Distanz zu Schlusslicht SV Guntamatic Ried beträgt nur noch neun Zähler. Unter Damir Canadi gab es für die Wiener weiterhin nur zwei Siege in zehn Pflichtspielen, bei je vier Remis und Niederlagen. Die Admiraner sind weiter Siebenter und haben nur noch fünf Zähler Luft zu Platz zehn. Fünf Partien sind sie nun schon sieglos, dabei gab es zuletzt gleich dreimal ein Remis.

Rapid - Admira 0:0

Allianz Stadion, 17.300 Zuschauer, SR Drachta

Canadi änderte seine Anfangsformation im Vergleich zum Derby an zwei Positionen. Für den gesperrten Joelinton rückte Arnor Ingvi Traustason in die Mannschaft. Zudem war der genesene Maximilian Hofmann wieder mit von der Partie. Srdjan Grahovac musste dafür auf die Bank, Christopher Dibon bekam vor der Abwehr das Vertrauen in einem 3-4-2-1-System. Bei der Admira gab es keine Überraschungen, der beim Heim-1:1 gegen Altach gesperrte Stephan Zwierschitz verteidigte rechts anstelle von Philipp Posch.

Rapid verschießt sein Pulver früh

Rapid startete ohne den angeschlagenen Thomas Murg wie aus der Pistole geschossen, Andreas Kuen gab schon nach wenigen Sekunden einen Warnschuss ab. Nach einigen Minuten fand die Admira aber besser ins Spiel, es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Gefährlich waren vorerst aber nur die Hütteldorfer, die nach einer halben Stunde deutlich die Initiative übernahmen und die Niederösterreicher in der eigenen Hälfte einschnürten.

In den Mittelpunkt rückte dabei immer wieder Traustason. Der Isländer setzte einen gut über die Mauer getragenen Freistoß nur hauchdünn neben das Tor (30.). Zwei Minuten später wurde sein Abschluss von Markus Wostry nach einem Konter gerade noch geblockt (32.). Die Effizienz fehlte dem 23-Jährigen auch bei seiner nächsten Möglichkeit, nach Kvilitaia-Hereingabe schoss er aus kurzer Distanz drüber (38.).

Offensivaktionen bleiben Mangelware

Nach dem Seitenwechsel war von Traustason nicht mehr so viel zu sehen, Offensivaktionen waren auf beiden Seiten Mangelware. Zwischenzeitlich erarbeitete sich gar die Admira ein leichtes Übergewicht, ein Abschluss von Srdan Spiridonovic blieb aber die einzige Ausbeute und ging drüber, wobei Goalie Tobias Knoflach wohl da gewesen wäre (57.).

Bei Rapid lief in der Offensive wenig zusammen, ein zu schwacher Schwab-Schuss (68.) war noch das Gefährlichste. Daran änderte sich auch nach der Hereinnahme von Kapitän Steffen Hofmann in der 73. Minute nicht wirklich etwas.

Louis Schaub (Rapid) und Daniel Toth (Admira)

GEPA/Patrick Leuk

Rapid muss 2017 weiter auf den ersten vollen Erfolg warten

Canadi schöpft aus dem Vollen

In der 86. Minute hatte die Admira etwas Glück, dass ein leichter Rempler von Markus Pavic an „Joker“ Alex Sobczyk im Strafraum ungeahndet blieb. Der 19-jährige Stürmer kam in der Schlussphase zu seinem Ligadebüt und ist damit der 31. Spieler, den Canadi in seiner kurzen Trainerära bei Rapid eingesetzt hat. Den Matchball fanden aber noch die Gäste vor, Posch scheiterte aus guter Position an Knoflach (95.).

Es war die erste Punkteteilung im direkten Duell nach sechs Partien mit jeweils einem Sieger. Dieser hatte zuletzt dreimal Rapid geheißen. Die Hütteldorfer haben gegen die Admira in drei Spielen diese Saison sieben Punkte geholt. Ob der jüngsten Durststrecke gab es beim Abgang aber vereinzelt Pfiffe von den Rängen.

Stimmen zum Spiel:

Damir Canadi (Rapid-Trainer): „Wir sind in der ersten Hälfte sehr gut ins Spiel gekommen, haben keine Umschaltsituationen für die Admira zugelassen und uns viele Chancen geschaffen. Da hätten wir das Spiel entscheiden müssen. In der zweiten Hälfte sind wir nicht mehr so gut ins Spiel gekommen, aus meiner Sicht war es an Sobczyk ein klarer Elfmeter. Das Passspiel ist auf dieser Wiese nicht leicht, es sind viele Hügel drin. Aber die Mannschaft hatte eine tolle Körpersprache und wollte bis zuletzt gewinnen. Die Mannschaft ist aus meiner Sicht auf keinem schlechten Weg.“

Damir Buric (Admira-Wacker-Mödling-Trainer): „Die Zuschauer haben ein sehr gutes Spiel mit viel Tempo und vielen Chancen gesehen. Rapid hatte in der ersten Hälfte viele Möglichkeiten, da haben wir uns in die Halbzeit gerettet. Wir haben dann zur Pause umgestellt und dann das Spiel besser in den Griff bekommen. Das Tor am Schluss für uns wäre aber unverdient gewesen.“

Tipico-Bundesliga, 22. Runde

Samstag:

Rapid - Admira 0:0

Allianz Stadion, 17.300 Zuschauer, SR Drachta

Rapid: Knoflach - Auer, Sonnleitner, M. Hofmann - Pavelic, Dibon (85./Szanto), Schwab, Kuen - Schaub (73./S. Hofmann), Traustason (82./Sobczyk) - Kvilitaia

Admira: Leitner - Zwierschitz, Wostry, Strauss (92./Posch), Pavic - Lackner, D. Toth - Ebner, Knasmüllner (64./Starkl), Spiridonovic (79./Sax) - Monschein

Gelbe Karten: Sonnleitner bzw. Strauss

Die Besten: Schwab bzw. Wostry

Links: