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Kein Tag für Österreichs Tennis-Herren

Sieben Siege in Serie hat Dominic Thiem zuletzt auf der ATP-Tour in Rio de Janeiro und Acapulco gefeiert. Am Donnerstag (Ortszeit) ging der Erfolgslauf des Österreichers im Viertelfinale des ATP-500-Hartplatzturniers in Mexiko zu Ende. Titelverteidiger Thiem unterlag dem ungesetzten US-Amerikaner Sam Querrey nach nur 66 Minuten Spielzeit mit 1:6 5:7.

Überhaupt war es kein Tag für Österreichs Tennis-Herren: Landsmann Gerald Melzer ging es beim Sandplatzturnier in Sao Paulo (Brasilien) auch nicht besser als Thiem. Er musste sich im Achtelfinale dem als Nummer sechs gesetzen Argentinier Diego Schwartzman mit 2:6 2:6 ebenfalls deutlich geschlagen geben.

Querrey gelingt Revanche

Im Vorjahr hatte Thiem den amerikanischen Kontrahenten auf seinem Weg zum Acapulco-Turniersieg im Semifinale geschlagen. Heuer nahm Querrey in beeindruckender Manier Revanche. Im Achtelfinale hatte er schon die Nummer elf der Welt, den Belgier David Goffin, ausgeschaltet. Nun legte Querrey einen Sieg über Top-Ten-Mann Thiem nach. „Ich fühle mich seit Tagen großartig hier“, sagte er. „Ich war aggressiv und habe sehr gut serviert.“

Dominic Thiem

APA/AP/Felipe Dana

Nicht nach Wunsch ist es für ÖTV-Star Dominic Thiem in Acapulco gelaufen

Nadal weiter, Djokovic überraschend out

Im Halbfinale trifft Querrey auf Nick Kyrgios aus Australien, die Nummer sechs des Turniers. Dieser gewann nämlich überraschend gegen den als Nummer eins gesetzten Serben Novak Djokovic mit 7:6 (11/9) 7:5. Für Djokovic war der Auftritt in Acapulco das erste Turnier nach seinem frühen Australian-Open-Aus.

Bereits davor in die Runde der letzten vier eingezogen war Rafael Nadal. Der als Nummer zwei gesetzte Spanier setzte sich gegen den Japaner Yoshihito Nishioka mit 7:6 (7/2) 6:3 durch. Nadal, der sein erstes Turnier seit der Australian-Open-Finalniederlage gegen Roger Federer spielt, trifft nun auf Marin Cilic (CRO).

Murray in Dubai mit viel Mühe weiter

Der Weltranglistenerste Andy Murray vermied beim ATP-Turnier in Dubai nur knapp ein Ausscheiden. Der Brite wehrte im Viertelfinale am Donnerstag gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber sieben Matchbälle ab und kam nach einem fast dreistündigen Kampf mit 6:7 (4/7) 7:6 (20/18) 6:1 doch noch weiter. Vor lauter Spannung vergaßen die beiden Spieler in dem 31 Minuten dauernden Tiebreak des zweiten Satzes sogar darauf, beim Stand von 18:18 die Seiten zu wechseln. Nachdem Murray sieben Matchbälle abgewehrt hatte, verwandelte er seinen achten Satzball.

Im dritten Satz schaffte der Favorit dann das Break zum 3:1 - Kohlschreibers Widerstand war gebrochen. Murray nahm seinem Gegenspieler wenig später erneut den Aufschlag zum 5:1 ab und verwandelte nach 2:54 Stunden seinen ersten Matchball. Ansonsten ging in Dubai das Favoritensterben weiter. Nach Stan Wawrinka (zwei) und Federer (drei) scheiterte im Viertelfinale mit Gael Monfils auch die Nummer vier des Turniers der 500er-Kategorie. Der Franzose unterlag dem Spanier Fernando Verdasco mit 3:6 5:7. Damit bleibt Federer am Montag in den Top Ten.

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