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Elsneg vergibt Elfmeter

Mit einer 0:1-Niederlage in St. Pölten hat es Tabellenschlusslicht Ried am Samstag verpasst, einen ersten Schritt aus dem Abstiegssumpf zu machen. Die Innviertler kassierten gegen die Niederösterreicher die bereits zehnte Niederlage im elften Spiel und liegen weiterhin drei Punkte hinter Mattersburg, das am Abend in Altach zu Gast ist.

Die Niederösterreicher wiederum können mit dem wichtigen Sieg vorerst durchatmen: Der Aufsteiger liegt nun als Tabellenachter schon sieben Punkte vor dem Schlusslicht aus Oberösterreich.

Ried macht das Spiel

Vor 2.589 Zuschauern in der NV-Arena entwickelte sich von Beginn an eine flotte Partie, in der die Rieder zunächst Vorteile hatten. In der 4. Minute verfehlte Patrick Möschl aus guter Position klar das Ziel, wenige Sekunden später scheiterte der Offensivspieler aus spitzem Winkel an SKN-Schlussmann Christoph Riegler. In der 20. Minute war der Goalie auch bei einer Chance von Dieter Elsneg zur Stelle, in der 30. Minute flog ein Möschl-Schlenzer knapp am langen Eck vorbei.

Torjubel von Marco Perchtold (St. Pölten)

APA/Herbert Pfarrhofer

In der 69. Minute durfte Marco Perchtold über sein Goldtor für St. Pölten jubeln

Kurz vor der Pause kamen die Oberösterreicher der Führung ganz nahe. Ein Schuss von Orhan Ademi aus kurzer Distanz ging an die Stange, und als sich der Stürmer den abspringenden Ball schnappte, wurde er von Babacar Diallo gefoult. Den dafür verhängten Elfmeter führte Elsneg aus - und fand in Riegler seinen Meister (43.).

Fast im Gegenzug wurden die zuvor weitgehend harmlosen Niederösterreicher zum ersten Mal richtig gefährlich. Nach Turbulenzen im Strafraum hätte Ried-Keeper Thomas Gebauer fast ein Eigentor produziert, Özgür Özdemir rettete mit Mühe vor der Linie.

Perchtold erzielt das Goldtor

Bereits 20 Sekunden nach Wiederanpfiff gerieten die Oberösterreicher neuerlich in Bedrängnis. Eine Flanke von Christopher Drazan köpfelte Lonsana Doumbouya an die Latten-Unterkante. Zwei Minuten später gab es nahezu eine Kopie dieses Angriffs, diesmal ging der Kopfball von Doumbouya am Tor vorbei.

In der Folge fanden die Rieder wieder besser ins Match, Beleg dafür war ein von Riegler aus dem langen Eck gefischter Möschl-Schuss (57.). Dennoch folgte in der 69. Minute die kalte Dusche für den Tabellenletzten: Nach guter Vorarbeit von David Stec und Drazan schoss Marco Perchtold zum Goldtor ein.

St. Pölten seit vier Heimspielen unbesiegt

Danach war St. Pölten dem 2:0 näher als Ried dem Ausgleich. Ein Schuss von Michael Ambichl zog nur knapp am langen Eck vorbei (73.), ein Kopfball von Diallo, der Glück hatte, erst in der 91. Minute Gelb-Rot zu sehen, ging wenige Zentimeter über die Latte (80.). Außerdem vergab Perchtold innerhalb des Strafraums (85.) und scheiterte Cheikhou Dieng mit einem Volley an Gebauer (89.).

St. Pölten gewinnt Kellerderby

St.Pölten verschafft sich im Abstiegskampf mehr und mehr Luft. Die Niederösterreicher gewinnen das Kellerderby gegen Ried 1:0 und haben nun sieben Punkte Polster auf den letzten Platz.

Die Innviertler konnten im Finish mit Ausnahme eines Schusses von Möschl über das Tor (87.) keine Akzente mehr setzen und verloren damit auch das siebente Spiel in Folge, das zweite unter Neo-Coach Lassaad Chabbi. Die Niederösterreicher hingegen sind seit vier Heimpartien ungeschlagen und holten aus den jüngsten vier Runden neun Punkte.

Stimmen zum Spiel

Jochen Fallmann (St.-Pölten-Trainer): „Wenn man sich von unten lösen will, war es ein Muss-Sieg, den wir uns aufgrund unser kämpferischen Leistung erarbeitet haben. Mit der zweiten Hälfte bin ich sehr zufrieden, da hat die Mannschaft das draufgelegt, was man braucht, um in dieser Liga zu bestehen.“

Lassaad Chabbi (Ried-Trainer): „Wir geben nicht auf. Es waren zwei gute Leistungen, seit ich da bin. Das Einzige, was nicht klappt, ist, dass wir den Ball ins gegnerische Netz bringen.“

Tipico-Bundesliga, 25. Runde

Samstag:

St. Pölten - Ried 1:0 (0:0)

NV Arena, 2.589 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Tor: Perchtold (69.)

St. Pölten: Riegler - Stec, Huber, Diallo, Grasegger - Ambichl, Perchtold - Dieng, Luckassen (67. Hartl), Drazan (73. Korkmaz) - Doumbouya (88. Thürauer)

Ried: Gebauer - Hart, Reifeltshammer, Özdemir, Marcos - Ziegl, Zulj - Möschl, Elsneg (46. Honsak), Walch (74. S. Nutz) - Ademi (58. Fröschl)

Gelb-Rot: Diallo (91.)

Gelbe Karten: Grasegger, Ambichl bzw. Ademi

Die Besten: Riegler, Perchtold bzw. Möschl

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