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Freudentag für Italiens Speed-Herren

Peter Fill hat zum zweiten Mal die kleine Kristallkugel in der Abfahrt gewonnen. Dem Titelverteidiger aus Italien reichte dazu beim Weltcup-Finale in Aspen der zweite Rang hinter seinem Landsmann Dominik Paris, der sich am Mittwoch mit 0,08 Sekunden Vorsprung durchsetzte. Dritter wurde der Schweizer Carlo Janka (+ 0,18). Matthias Mayer (0,32) wurde als bester Österreicher unmittelbar vor Vincent Kriechmayr (0,52) Achter.

Der große Verlierer des Abfahrtsshowdowns war Kjetil Jansrud. Der Norweger, der 33 Punkte vor Fill als Führender in den letzten Saison-Bewerb gestartet war, wurde überraschend nur Elfter (0,54) und gab den Spezialweltcup letztlich um 23 Punkte noch aus der Hand. Jansrud gewann zwei Saisonabfahrten (Kvitfjell und Val d’Isere) und hätte sich nach 2015 zum zweiten Mal sogar mit dem Speed-Double krönen können.

Paris gewinnt letzte Abfahrt

Dominik Paris schlägt nach Kitzbühel auch beim Finale in Aspen zu. Gleich mit Nummer eins erzielt der Südtiroler eine Zeit, an der alle anderen Konkurrenten scheitern.

„Ich bin besser gefahren als im Training. Es war okay. Dass die Kugel in Italien bleibt, muss man leider akzeptieren“, erklärte Jansrud. „Bin ich enttäuscht? Ja, aber auch beeindruckt von Fill und auch Paris. Man kann ein paar Minuten enttäuscht sein, aber man weiß, man hat immer neue Chancen. Es hat heuer in der Abfahrt nicht für die Kugel geklappt, aber es war trotzdem eine gute Saison.“

Peter Fill

APA/Hans Klaus Techt

Zum zweiten Mal hintereinander sicherte sich Fill die Abfahrtskugel

„Riesenglück und bärige Sache“

Wohingegen Fill ohne einzigen Saisonsieg zur kleinen Kristallkugel fuhr. Nun vier zweite Plätze, ein dritter und ein vierter reichten dem 34-Jährigen zur erfolgreichen Titelverteidigung im Spezialweltcup. Dem zollte auch Mayer Respekt: „Zweimal in Folge die Kugel zu holen ist großer Sport.“

Fill erlebte im Ziel bange Minute, ehe er befreit auftamen durfte. „Der Puls war sehr hoch, man weiß ja nie, wie es ausgeht. Aber ich bin überglücklich. Es hat schon viele gegeben, die die Kugel hätten verteidigen können, und mir ist es jetzt geglückt. Es ist ein riesiges Glück und eine bärige Sache“, sagte Fill.

Herren-Abfahrt in Aspen:

1. Dominik Paris (ITA)
2. Peter Fill (ITA)
3. Carlo Janka (SUI)

"Ohne das ganze Team wäre das aber nicht möglich gewesen. Es ist nicht leicht zu gewinnen, es sind alles Topfahrer. Immer vorne dabei zu sein kann eben aber auch reichen. Ein Sieg wäre natürlich auch schön gewesen.

Podest ohne Österreicher

Die weiteren der insgesamt fünf Österreicher hatten mit der Rennentscheidung nichts zu tun. Hannes Reichelt verlor durch einen kapitalen Schnitzer nach rund einer Fahrminute als 19. schon 1,49 Sekunden auf Paris, der den Abfahrtsweltcup als Dritter beendete. Romed Baumann und Max Franz belegten zeitgleich den 20. Rang (1,52). Bester Österreicher im Abfahrtsweltcup wurde Reichelt als Vierter.

Einen kleinen Trost gab es für Jansrud: Den Super-G-Wertung hatte der 31-Jährige mit bisher drei Saisonsiegen schon vor dem Weltcup-Finale für sich entschieden. Unaufholbare 126 Zähler liegt er vor dem finalen Saison-Super-G am Donnerstag (18.00 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) vor Landsmann und Titelverteidiger Aleksander Aamodt Kilde. 36 Punkte hinter Kilde lauert Reichelt auf Platz drei.

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