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49er-Duo zieht Schlussstrich

Nico Delle Karth und Niko Resch ziehen einen Strich unter ihre gemeinsame Karriere und versuchen sich nach 18 gemeinsamen Segeljahren in neuen Herausforderungen. Die Olympiavierten von London 2012, die seit fast 20 Jahren in unterschiedlichen Bootsklassen ein Duo gebildet haben, holten im 49er zweimal WM-Silber, Silber und zweimal Bronze bei Europameisterschaften sowie dreimal den Gesamtweltcup.

Nach der Aufarbeitung der Sommerspiele in Rio im Vorjahr, bei denen das Duo bei seinem vierten Olympiaeinsatz mit Rang zwölf deutlich hinter den Erwartungen geblieben war, nahmen sich die langjährigen Segelpartner eine Auszeit, um jeder für sich Neuland zu betreten. Delle Karth probierte sich im Jänner vor Miami erstmals an der Pinne des Nacra17, Resch absolvierte zu Jahresbeginn ein Probetraining beim AC-Syndikat Artemis.

Delle Karth steigt auf Nacra17 um

„Wir hatten eine herausragende Zeit. Wir haben das Skiff-Segeln in Österreich auf ein Weltklasseniveau gehoben, das macht mich schon sehr stolz. Gleichzeitig hat sich nach den Rio-Spielen mehr und mehr abgezeichnet, dass es neue Herausforderungen braucht“, sagte Delle Karth.

Nico Delle-Karth and Nikolaus Resch

GEPA/Mathias Mandl

Delle Karth/Resch suchen getrennt neue Herausforderungen

Der 33-Jährige segelte bei seiner Regattapremiere auf dem Nacra17 beim US-Weltcup in der Biscayne Bay mit der Salzburgerin Laura Schöfegger sensationell auf Rang drei. „Nach so langer Zeit mit jemandem anderen zu segeln ist einfach erfrischend. Ich sehe im Nacra17 mit Laura eine große Chance und freue mich auf dieses neue Kapitel“, so der Tiroler.

Resch schließt 49er-Rückkehr nicht aus

Resch ist seit seinem Auftritt auf den Bermudas, wo er in der Crew um Steuermann Nathan Outerridge (AUS) einen Trainingslehrgang durchlief, auf der Watchlist des schwedischen AC-Syndikats. Der 32-Jährige will sich in den kommenden Jahren in der Szene einen Namen machen und sich langfristig den Traum einer AC-Kampagne erfüllen. „Es war klar, dass wir irgendwann auch sportlich eigene Wege bestreiten werden. Nach Rio war die Luft draußen“, sagte der Kärntner. „Der Americas Cup ist ein langfristiges Ziel.“

Aktuell steht die Frage nach einer weiteren Olympiateilnahme im 49er im Vordergrund. Die kommenden Monate sollen zeigen, ob Resch einen entsprechenden Partner findet. „Für mich kommt nur der 49er infrage und hier gilt es herauszufinden, ob ich einen Partner finde, mit dem ich realistische Chancen auf Erfolg sehe“, erklärte der 32-Jährige. „Spätestens im Herbst muss der mögliche neue Steuermann aber feststehen.“

Der Kärntner sammelt gegenwärtig mit Schöfegger Trainingsmeilen auf dem Katamaran. Das neu formierte Duo arbeitet diese Woche unter der Anleitung von OeSV-Coach Angelo Glisoni vor Neusiedl, der nächste Regattaeinsatz findet Ende April mit dem Weltcup vor Hyeres statt.

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