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Klare Verhältnisse im Halbfinal-Play-off

In der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) könnten auch im Halbfinal-Play-off die Entscheidungen früh fallen. Nach der kürzesten Viertelfinal-Serie der EBEL-Geschichte stellten am Freitag Red Bull Salzburg und die Vienna Capitals in den „Best of seven“-Serien jeweils auswärts auf 2:0. Der Titelverteidiger gewann beim KAC mit 4:1, während die Wiener in Bozen mit 3:2 erst nach der zweiten Verlängerung reüssierten.

Den Capitals gelang es neuerlich, das Spiel gegen Bozen zu drehen. Die Bozener führten durch Treffer von Lindsay Sparks (12.) und Alexander Egger (31.) bei einem Gegentor durch Andreas Nödl (7.) wie schon am Dienstag in Wien mit 2:1, doch am Ende triumphierten die Caps. Riley Holzapfel glich mit seinem 31. Saisontor noch im Mittelabschnitt aus (39.). Und nach torlosem Schlussdrittel bot die Overtime den 7.000 Zuschauern packendes Eishockey. Die Gastgeber hatten bei einem Stangenschuss von Rafael Rotter zunächst Glück (62.).

Taylor Vause (Capitals)

GEPA/Amir Beganovic

Taylor Vause entschied die Partie mit seinem Tor in der zweiten Verlängerung

Auch die „Füchse“ hatten Chancen, der Wiener Keeper Jean Philippe Lamoureux zeichnete sich aber mehrfach aus. Auf der Gegenseite brillierte Goalie Marcel Melichercik in heißen Phasen bei zweimaliger Überzahl der Capitals, als er etwa einen Nödl-Schuss gerade noch an der Stange vorbeilenkte. Die Wiener waren schließlich glücklicher, Taylor Vause scorte in der 87. Minute das 3:2.

Salzburger ziehen auf und davon

Die Salzburger hatten schon zum Auftakt der Serie die zehn Spiele dauernde Siegesserie des KAC beendet. Die Klagenfurter fanden aber auch in der eigenen Halle nicht auf die Erfolgsstraße zurück. Die „Bullen“ verzeichneten einen Blitzstart: Matthias Trattnig (4. Minute) und Brett Olson (5.) scorten innerhalb von 23 Sekunden. Wenig später prallten die Clubkollegen Trattnig und Daniel Welser zusammen, Welser wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung zur genaueren Untersuchung ins Spital gebracht.

Der KAC benötigte viel Zeit, um diesen Schock zu verarbeiten. Nach torlosem Mitteldrittel drängte der KAC im Schlussabschnitt, doch mitten in dieser guten Phase gelang den Gästen die Entscheidung. Thomas Raffl (50.) stellte auf 3:0 für den Meister und zweieinhalb Minuten später gelang Alexander Rauchenwald das 4:0.

Salzburg war körperlich stärker, hatte in Bernhard Starkbaum großen Rückhalt und war vor allem viel effektiver als der Rekordchampion. Der Ehrentreffer für den KAC gelang Stefan Geier im Powerplay erst zehn Sekunden vor dem Ende. Damit ging auch die Heimserie der „Rotjacken“ nach fünf Siegen zu Ende.

Erste Bank Eishockey Liga, Play-off, zweites Semifinale

Freitag:

KAC - Salzburg 1:4

(0:2 0:0 1:2)

Stadthalle Klagenfurt, 4.875 Zuschauer

Tore: S: Geier (60./PP) bzw. Trattnig (4.), Olson (5.), T. Raffl (50.), Rauchenwald (52.)

Strafminuten: 12 bzw. 10

Stand in der „Best of seven“-Serie: 0:2

Bozen - Vienna 2:3 n. 2. V.

(1:1 1:1 0:0 - 0:1)

Eiswelle Bozen, 7.012 Zuschauer

Tore: Sparks (12./PP), Egger (31.) bzw. Nödl (7.), Holzapfel (39.), Vause (87.).

Strafminuten: 6 bzw. 8.

Stand in der „Best of seven“-Serie: 0:2

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