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Dritter Triumph nach 2012 und 2013

Andreas Prommegger hat sich zum dritten Mal den Sieg im Gesamtweltcup in der Snowboard-Parallelwertung gesichert. Der Salzburger schied am Samstag beim Saisonfinale in Winterberg im Slalom zwar schon in der ersten K.-o.-Runde aus, Platz 13 reichte ihm aufgrund des Viertelfinal-Ausscheidens von Radoslaw Jankow aber zur nächsten großen Kristallkugel nach 2012 und 2013.

Bei Prommegger wirkte noch die aufwühlende WM nach. „Es ist unglaublich, es ist so viel passiert aus emotionaler Sicht, ich habe die letzten Tage sehr wenig geschlafen, weil mich das alles so beschäftigt hat. Ich werde noch einige Tage brauchen, bis ich das alles realisiert habe“, erklärte der Doppelweltmeister.

Die Gesamtwertung habe er nach seinem frühen Out eigentlich schon abgeschrieben gehabt. „Ich dachte, die Kugel ist vorbei, aber Rado hat das benötigte Ergebnis auch nicht eingefahren, und somit war klar, dass ich die Kugel auch noch bekomme“, sagte Prommegger, der sich am Ende mit 4.500 Punkten vor dem Bulgaren Jankow (4.310) und Vizeweltmeister Benjamin Karl (3.680), der bereits in der Qualifikation ausgeschieden war, durchsetzte.

Payer zum Abschluss auf Rang drei

Bester Österreicher im letzten Saisonrennen wurde Alexander Payer auf dem dritten Platz. Der Kärntner verlor im Semifinale gegen den Italiener Aaron March zunächst um 0,11 Sekunden. Im Rennen um Platz drei setzte er sich gegen den Russen Vic Wild dann um 1,11 Sekunden durch. Den Sieg holte sich der Deutsche Stefan Baumeister vor March (+ 0,31 Sekunden).

Für Prommegger (gegen Wild) und Sebastian Kislinger (gegen Payer) war hingegen bereits im Achtelfinale Endstation. In der Disziplinenwertung setzte sich March mit 1.560 Punkten vor Baumeister (1.440) und dem Italiener Christoph Mick (1.410) durch. Prommegger belegte als bester Österreicher den fünften Platz (1.200) unmittelbar vor Alexander Payer (1.110).

Sieg für Schöffmann, Kugel an Ulbing

Bei den Damen holte Sabine Schöffmann den Sieg. Die Kärntnerin setzte sich im Finale gegen die Tschechin Ester Ledecka um 0,10 Sekunden durch. Rang drei ging an Olympiasiegerin Julia Dujmovits, die im Semifinale der späteren Siegerin unterlegen war. Die Burgenländerin gewann das kleine Finale gegen Daniela Ulbing. „Das war für mich sehr wichtig. Es hat bei den letzten Rennen und bei der WM nicht nach Wunsch geklappt. Ich hoffe, dass ich den Schwung in die nächste Saison mitnehmen kann“, sagte Schöffmann.

Weltmeisterin Ulbing reichte der vierte Platz in Winterberg, um die kleine Kristallkugel in der Disziplinenwertung mit 2.300 Punkten vor Riesentorlauf-Weltmeisterin Ledecka (2.060) zu gewinnen. Den dritten Rang nimmt mit 2.000 Zählern Schöffmann ein. „Ich bin froh, dass es sich noch ausgegangen ist. Es ist richtig schön, was ich alles erreicht habe. Ich bin richtig glücklich“, sagte die Slalom-Weltmeisterin.

Ledecka holte sich mit dem zweiten Platz im letzten Saisonrennen auch den Sieg im Gesamtweltcup. Die Tschechin verdrängte die bisherige Leaderin Aljona Sawarsina noch auf Rang zwei und gewann mit 4.860 Punkten vor der Russin (4.500). Schöffmann wurde als beste Österreicherin Vierte (3.470), unmittelbar vor Ina Meschik (3.260) und Dujmovits (3.170).

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