Themenüberblick

Ein Tor reicht zum dritten Sieg

Die Vienna Capitals stehen in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vor dem Finaleinzug. Die Wiener bezwangen Bozen am Sonntag zu Hause mit 1:0 und benötigen in der „Best of seven“-Serie bei 3:0-Siegen nur noch einen Erfolg. Red Bull Salzburg kassierte indes daheim gegen den KAC mit 2:3 die erste Niederlage.

Die Kärntner verkürzten gegen den Titelverteidiger auf 1:2 und können nun am Dienstag in Klagenfurt ausgleichen. Die Capitals haben nach dem durch Jonathan Ferland fixierten Erfolg dagegen schon in Südtirol die erste Gelegenheit zum Aufstieg ins Endspiel.

Ferland Matchwinner in ausverkaufter Halle

Das dritte Match dominierten sie in der erstmals in dieser Saison mit knapp über 7.000 Zuschauern ausverkauften Albert-Schultz-Halle vor allem in der Anfangsphase klar. Trotz Überlegenheit blieb es aber sehr lange torlos. Kapitän Ferland traf erst in der 40. Minute nach Vorarbeit von Rafael Rotter zum verdienten 1:0.

Andreas Noedl (Capitals), Ryan Glenn (Bozen) und Marcel Melichercik (Bozen)

GEPA/Christian Ort

Auf beiden Seiten wurden zahlreiche Chancen vergeben

Dabei blieb es dann im ausgeglicheneren Schlussdrittel, auch weil die Sturmreihen auf beiden Seiten ihre Powerplaychancen nicht nützten und bei Stangenschüssen das Glück fehlte. „Das war ein enges Spiel. Beide Teams haben alles gegeben“, sagte Matchwinner Ferland, der sich im vierten Duell auf besonders viel Gegenwehr einstellt. „Der letzte Sieg ist immer der schwierigste. Wir erwarten ein hartes Spiel“, sagte der Kanadier.

Die langjährige Statistik spricht übrigens gegen Bozen, in „Best of seven“-Serien gelang es erst einem Team, ein 0:3 noch zu drehen. Das schafften 2010 im Halbfinale die Black Wings Linz gegen die Capitals. Außerdem haben die auch schon im Grunddurchgang sehr starken Caps einen Lauf, als erstes Team der EBEL-Geschichte gewannen sie die ersten sieben Play-off-Partien.

Spätes Tor lässt KAC in Salzburg jubeln

Im zweiten Halbfinale ging der KAC im ausverkauften Volksgarten im ersten Drittel durch Ziga Pance (3.) und Mark Popovic (12.) zweimal in Führung, Salzburg gelang aber jeweils der Ausgleich. Daniel Sondell (5./PP) und Bill Thomas (19.) trafen jeweils in Überzahl. Im intensiv geführten Mittelabschnitt gab es keine weiteren Tore.

Philipp Kreuzer (KAC) and Bill Thomas (EC RBS)

GEPA/Florian Ertl

Zweimal glich Salzburg aus, das dritte KAC-Tor brachte die Entscheidung

Das Schlussdrittel war dann von vorsichtigerer Spielweise geprägt. 80 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit sorgte Stefan Geier nach schöner Kombination mit einem Schuss ins Kreuzeck aber doch noch für die Entscheidung ohne Verlängerung.

Eine starke Leistung lieferte bei seinem ersten kompletten Play-off-Einsatz KAC-Goalie David Madlener ab. „Wir haben gewusst, wenn wir 0:3 in Rückstand geraten, wird es sehr schwer. Wir haben diesen Sieg dringend gebraucht“, sagte der Vorarlberger erleichtert.

Erste Bank Eishockey Liga, Play-off, drittes Semifinale

Sonntag:

Vienna Capitals - Bozen

(0:0 1:0 0:0)

Wien, Albert-Schultz-Halle, 7.000 Zuschauer, SR Lemelin/Piragic

Tor: Ferland (40.)

Strafminuten: 12 bzw. 16

Stand in der „Best of seven“-Serie: 3:0

Red Bull Salzburg - KAC 2:3

(2:2 0:0 0:1)

Salzburg, Volksgarten, 3.400 Zuschauer, SR M. Nikolic/Trilar

Tore: Sondell (5./PP), Thomas (19.) bzw. Pance (3.), Popovic (12.), St. Geier (59.)

Strafminuten: 6 bzw. 10

Stand in der „Best of seven“-Serie: 2:1

Links: