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ORF überträgt 25 EM-Spiele live

Noch 100 Tage sind es bis zum Start zur Frauen-EM 2017 in den Niederlanden, und das Fußballgroßereignis des Sommers wirft seine Schatten voraus. In der Sportschule Lindabrunn, wo das erstmals für eine Endrunde qualifizierte Nationalteam seit Montag ein Trainingslager absolviert, präsentierte der ORF gemeinsam mit dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB) den medialen Fahrplan für die zwölfte UEFA-Europameisterschaft der Frauen.

Insgesamt 25 EM-Spiele werden ab 16. Juli live übertragen - darunter natürlich die drei Vorrundenpartien der Österreicherinnen gegen die Schweiz (18. Juli, 18.00 Uhr, ORF eins), gegen Frankreich (22. Juli, 20.45 Uhr, ORF eins) und gegen Island (26. Juli, 20.45 Uhr, ORF Sport +). Dazu wird es wie vor einem Jahr bei der EM 2016 der Männer in Frankreich ein EM-Studio geben. ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner versprach beim „Kick-off“ in Lindabrunn „mehr als 65 Stunden großartige Livebilder - auch zur Primetime in ORF eins“.

Pressekonferenz zur Frauen-Fußball-EM

In 100 Tagen beginnt in den Niederlanden die Frauen-Fußball-EM. Erstmals wird Österreich bei einem Großereignis mitspielen.

Das Eröffnungsspiel, die meisten Gruppenspiele, drei Viertelfinal-Partien, beide Halbfinale und das Endspiel stehen auf dem Liveprogramm. „Ich bin überzeugt, dass wir damit einen wichtigen Beitrag leisten können, dass Frauen-Fußball den Stellenwert einnimmt, der ihm schon lange zusteht“, so Zechner. Durch das EM-Studio werden mit Alina Zellhofer und Kristina Inhof zwei Fußballexpertinnen führen. Oliver Polzer, Michael Roscher und Erwin Hujecek werden die Spiele kommentieren. ORF.at und Teletext werden ebenfalls umfangreich aus den Niederlanden berichten.

„Ein großer Schub für den Frauen-Fußball“

ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner, einer der Hauptarchitekten des Aufschwungs des Frauen-Fußballs in Österreich, betonte die Wichtigkeit der gesteigerten medialen Aufmerksamkeit. „Wir sind die Nummer 24 der Welt. Das kann sich sehen lassen. Und die Mannschaft hat sich das verdient“, sagte der Oberösterreicher zu den umfangreichen ORF-Plänen für die erste Frauen-EM mit österreichischer Beteiligung. „Das ist ein großer Schub für den Frauen-Fußball, zumal bisher nur sieben Prozent aller Fußballer in Österreich weiblich sind. Hier gibt es noch viel Luft nach oben.“

Viktoria Schnaderbeck, Kathrin Zechner (ORF), Isabell Hochstoeger und head coach Dominik Thalhammer (AUT)

GEPA/Mario Kneisl

Die Vorfreude auf die EM ist bereits deutlich sichtbar

Die Vorbereitung des Teams auf das Turnier wird laut Ruttensteiner noch professioneller sein als im Vorjahr bei den Männern, vor allem was das Ausmaß betrifft. Ein erster Höhepunkt in dieser Phase ist der Test gegen den Weltranglistenvierten England am Montag (20.15 Uhr, live in ORF Sport +) in Milton Keynes. Ein guter Gradmesser, geht es doch bei der EM gegen den Weltranglistendritten Frankreich, den 16. Schweiz und den 18. Island. „Bei aller Euphorie muss man die Erwartungen auf dem Boden halten. Das hat uns auch die Männer-EM in Frankreich gelehrt“, mahnte daher Ruttensteiner.

Stillstand verboten

Alleine mit der Qualifikation habe man sehr viel erreicht. „Nun gibt es bei der EM nichts zu verlieren“, so Ruttensteiner. „Für Punkte und Tore benötigen wir dort absolute Topleistungen.“ Das sieht auch Teamchef Dominik Thalhammer so. „Um in den Niederlanden eine gute EM zu spielen, müssen wir den Fokus immer auf dem Wesentlichen halten“, sagte er im Wissen um die Schwierigkeit, das gesteigerte Interesse, die Hoffnungen und Erwartungen mit der konzentrierten Vorbereitung in Einklang zu bringen. „Wir sind noch nicht gut genug. Stillstand können wir uns nicht leisten“, so Thalhammer.


Viktoria Schnaderbeck

GEPA/Mario Kneisl

ÖFB-Kapitänin Schnaderbeck brennt bereits auf die Spiele bei der EM

ÖFB-Kapitänin Viktoria Schnaderbeck wurde rechtzeitig zum laufenden Trainingslager und zum Match in England fit. Die Legionärin vom FC Bayern München musste wegen einer Meniskusverletzung ein halbes Jahr pausieren. „Wir wollen dieses neue große Interesse nutzen, daraus Kraft und Motivation ziehen“, sagte die 26-Jährige mit Blick auf das bevorstehende sportliche sowie mediale Großereignis. „Wenn wir über uns hinauswachsen, ist einiges möglich“, so die erfahrene ÖFB-Mittelfeldspielerin Schnaderbeck, die auf das Kräftemessen mit der europäischen Elite brennt.

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