Zweite Niederlage für Pöltl mit Toronto im Play-off

Die Toronto Raptors sind in der Nacht auf Freitag (MESZ) in eine 77:104-Pleite bei den Milwaukee Bucks geschlittert. Sie liegen damit in der „Best of seven“-Serie der ersten Runde des NBA-Play-off mit 1:2 zurück. Im vierten Spiel am Samstag (21.00 Uhr MESZ), neuerlich in Wisconsin, stehen Jakob Pöltl und seine Teamkollegen bereits ein wenig unter Druck.

„Heute lief nichts zusammen“

Die Raptors waren in ihrem ersten Play-off-Auswärtsspiel des Jahres ohne jede Chance. Nach dem ersten Viertel lagen sie mit 12:32, zur Pause mit 30:57 zurück. „Heute lief nichts zusammen. Wir haben in der gesamten ersten Hälfte überhaupt keinen Rhythmus gefunden“, sagte Pöltl, der 9:25 Minuten Spielzeit erhalten hatte.

Jakob Pöltl

APA/AFP/Getty Images/Stacy Revere

Er bilanzierte mit vier Punkten und sieben Rebounds (Bestwert bei den Kanadiern), vier davon in der Offensive. Der 21-jährige Wiener packte an den Brettern genauso oft zu wie Center-Kollege Jonas Valanciunas in 20:21 Minuten. Die Guards Kyle Lowry und Delon Wright waren mit jeweils 13 Punkten die erfolgreichsten Scorer Torontos. Die siegreichen Gastgeber wurden von Khris Middleton (20) und Giannis Antetokounmpo (19) angeführt.

„Ein 1:2-Rückstand ist nicht, was wir erhofft haben, aber gerade in einer ‚Best of seven‘-Serie sicher nicht entmutigend“, resümierte Pöltl. Die Raptors müssten „das Spiel abhaken und am Samstag Vollgas geben. Wenn wir mit einem 2:2 nach Toronto fliegen können, haben wir für den Rest der Serie eine gute Ausgangsposition“, sagte der Wiener nach seinem bisher längsten Play-off-Einsatz.

Cleveland stellt auf 3:0

Die Cleveland Cavaliers stehen indes nach einem sensationellen Comebacksieg bei den Indiana Pacers bereits mit einem Bein in der zweiten Runde. Der Titelverteidiger gewann nach einem 49:74-Pausenrückstand noch mit 119:114 und führt in der Serie mit 3:0.

LeBron James legte mit 41 Punkten, 13 Rebounds und zwölf Assists ein Triple-Double auf. Er überholte zudem Kobe Bryant (5.640) und ist mit 5.670 Zählern nun drittbester Scorer der Play-off-Geschichte in der NBA. Bei den Verlieren war Paul George mit 36 Punkten, 15 Rebounds und neun Assists knapp nicht dreifach zweistellig.

Die Memphis Grizzlies verkürzten durch ein 105:94 gegen die San Antonio Spurs auf 1:2. In der Serie setzte sich damit im spanischen „Brüderduell“ auch Marc Gasol erstmals gegen den älteren Pau durch. Mike Conley (24) bzw. Kawhi Leonard (18) waren die erfolgreichsten Scorer.

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