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Dritter Triumph bei Großereignissen

Die Salzburgerin Alisa Buchinger hat bei den Europameisterschaften in der Türkei ihren Titel verteidigt. Die 24-Jährige setzte sich im Finale gegen die Französin Agier Alizee durch - und holte ihre zweite EM-Goldmedaille in der Klasse bis 68 kg.

Die Türkei ist offenbar ein guter Boden für Buchinger: Schon 2015 hatte sich die Karatekämpferin erstmals die Goldmedaille bei einer EM gesichert - nun gelang das Kunststück am Samstag in Izmit erneut. Kontrahentin Alizee wurde von der Salzburgerin im Finale klar mit 5:1 geschlagen.

Alisa Buchinger

Geri Grafoner

Süßes Gold - Buchinger holt den dritten Sieg bei einem Großturnier in Folge

Nach dem WM-Titel im vergangenen Jahr beim Heimturnier in Linz ist es bereits der dritte Triumph in Folge bei einem Großevent. „Genial, ich bin nun Europa- und Weltmeisterin. Ich war heute komplett verändert, ganz anders als in der Qualifikation, hatte ein Gefühl der Überlegenheit, das ich am Donnerstag vollkommen vermisst habe“, freute sich Buchinger, die vor zwei Tagen schon beinahe in der zweiten Runde gescheitert wäre.

Medaillen für Österreich bei Karate-EM

Bei der Karate-EM in Izmit in der Türkei gibt es für Österreich Gold und Bronze zu bejubeln. Alis Buchinger siegte in der Klasse bis 68 kg, Bettina Plank wurde in der Kategorie bis 50 kg Dritte.

Buchinger als „wahre Championesse“

Im Finale ließ die Salzburgerin aber nichts anbrennen. „Sie gab sich wie eine wahre Championesse, zeigte von Anfang an, wer der Chef auf der Matte ist“, schilderte ÖKB-Generalsekretär Ewald Roth.

47 Sekunden vor Schluss schaffte Buchinger den ersten Treffer, den Alizee aber im Konter gleich ausglich. Im Finish stellte die Österreicherin dank eines perfekten Mawashi-Geri 30 Sekunden vor dem Ende auf 3:1 und sechs Sekunden vor der Sirene mit einem Ushiro-Geri, ihrer Spezialtechnik, den Endstand her.

Plank erobert Bronze

Auch Bettina Plank wurde den Erwartungen des Österreichischen Karatebunds (ÖKB) bei den Europameisterschaften in Izmit gerecht. Die Vorarlbergerin, die vor zwei Jahren bei der EM in Istanbul Gold geholt hatte, setzte sich am Samstag in der Klasse bis 50 kg im Bronze-Kampf gegen Adriana Crhonkova (CZE) mit 3:0 durch.

Im Kampf um Platz drei konnte Plank keinen Treffer landen, doch zehn Sekunden vor Schluss forderte Trainer Juan Luis Benitez den Videobeweis und bewies damit den richtigen Riecher: Plank wurde ein Mawashi-Geri zugesprochen, und sie zog auf 3:0 davon.

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Ich bin froh, dass sich das Vorjahres-EM-Deja-vu nicht wiederholt hat - als ich das keine Finale verloren hatte“, freute sich Plank. Coach Benitez schwärmte: „2015 holte Bettina in der Türkei Gold, in diesem Jahr war sie aber noch stärker.“

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