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Einladung heizt laufende Debatte weiter an

Maria Scharapowa hat für das WTA-Premier-Turnier von 17. bis 25. Juni in Birmingham eine Wildcard erhalten. Es ist das erste Mal seit sieben Jahren, dass die Russin beim Vorbereitungsturnier für Wimbledon wieder am Start stehen wird.

Die Einladung der ehemaligen Weltranglistenersten, die das Rasenturnier in Birmingham 2004 und 2005 gewonnen hat, dürfte die laufende Debatte über die Vergabe von Wildcards an Dopingsünder weiter anheizen. Dass Scharapowa nach ihrer 15-monatigen Dopingsperre bei den Turnieren in Stuttgart, Madrid, Rom und nun in Birmingham eine Wildcard erhalten hat, trifft nicht überall auf Gegenliebe.

Keine Wildcard für French Open

Die Organisatoren der French Open in Paris hatten der 30-Jährigen dagegen vor zwei Tagen eine entsprechende Einladung verwehrt. „Es kann eine Wildcard für die Rückkehr nach Verletzungen geben. Aber es kann keine Wildcard für eine Rückkehr nach Doping geben“, hatte FFT-Präsident Bernard Giudicelli gesagt und von einer „moralischen Verantwortung“ gesprochen.

Maria Sharapova

APA/AP/Andrew Medichini

In Rom musste Scharapowa wegen einer Verletzung aufgeben

Diese Haltung hatte ihm Kritik von Steve Simon, dem Chef der Vereinigung der Tennisspielerinnen (WTA), eingebracht. Es gebe keinen Grund, eine Spielerin „über diese Sanktionen hinweg zusätzlich zu bestrafen“, teilte der Chef der Damen-Tour in einem Statement am Mittwoch mit. Die 30-Jährige habe die gegen sie verhängte Strafe „abgesessen“.

Entscheidung in Wimbledon noch offen

Scharapowa war 15 Monate gesperrt, nachdem sie bei den Australian Open 2016 positiv auf Meldonium getestet worden war. Mittlerweile hat sie genügend Punkte, um in Wimbledon zumindest in der Qualifikation antreten zu können. Ob sie für den Rasenklassiker, den sie 2004 gewonnen hat, eine Wildcard bekommt, ist noch offen. Die Veranstalter müssen die jeweiligen Spielerinnen und Spieler bis zum 20. Juni bestimmen.

Beim Premier-Turnier in Rom war für Scharapowa in der zweiten Runde Endstation. Die Russin musste beim 4:6 6:3 2:1 gegen die Kroatin Mirjana Lucic-Baroni wegen einer Verletzung im linken Bein aufgeben. Eine Behandlung hatte zuvor keine Besserung gebracht.

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