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Zwei Shut-outs zum Viertelfinal-Auftakt

Russland und Finnland haben am Donnerstag bei der A-WM den Einzug ins Semifinale geschafft. Die „Sbornaja“ feierte in Paris ihr viertes Shut-out bei dieser WM und setzte sich verdient mit 3:0 (2:0 0:0 1:0) gegen Tschechien durch. In Köln gab es indes eine kleine Überraschung. Finnland besiegte die USA, die die Vorrunde als Sieger der Gruppe A beendet hatten, mit 2:0 (0:0 1:0 1:0).

Die Tschechen müssen damit weiter auf ihre erste WM-Medaille seit Bronze im Jahr 2011 warten. Für die Russen geht es indes wieder zurück nach Köln, wo es am Samstag (15.15 Uhr, live in ORF Sport +) Titelverteidiger Kanada, der sich gegen Deutschland mit 2:1 durchsetzte. Finnlands Gegner im Semifinale ist Schweden, das die Schweiz am Abend mit 3:1 besiegte.

Joonas Kamppainen, Antti Pihlstrom und Juhamatti Aaltonen

APA/AP/Martin Meissner

Trotz durchwachsener Gruppenphase durften die Finnen im Viertelfinale jubeln

Russland hat Tschechien im Griff

In Paris hatte Russland Startschwierigkeiten. Tschechien setzte sich im Angriffsdrittel fest, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Mit dem ersten Powerplay kam die „Sbornaja“ besser in Schwung und erzielte knapp nach Ablauf der Überzahl durch Dimitri Orlow (9.) die Führung. Nikita Kutscherow erhöhte mit einem perfekten Schuss auf 2:0 (14.). Die Tschechen hatten in ihrem dritten Powerplay im ersten Drittel Pech, als der Puck nur an die Innenstange ging (18.).

Finnland und Russland im Halbfinale

Nach dem 2:0-Sieg Finnlands gegen die USA und Russlands 3:0 gegen Tschechien stehen die ersten Halbfinalisten der Eishockey-WM fest.

Die Russen kamen aggressiv und aktiv aus der ersten Drittelpause. Tschechien war permanent unter Druck und konnte offensiv kaum Akzente setzen. Auch die vierte Überzahl blieb ohne Torerfolg. Danach hatten die Tschechen aber wieder etwas mehr Spielanteile, wobei Goalie Andrej Wasilewski einen Schuss von Robin Hanzl mit Mühe halten konnte (34.). Die Russen, die einmal die Stange trafen, waren dem 3:0 aber näher als die Tschechen dem Anschlusstreffer.

Nikita Kucherov trifft

APA/AFP/Thomas Samson

Tschechiens Goalie Pavel Francouz musste sich dreimal geschlagen geben

Auch im Schlussdrittel blieb das Grundproblem der Tschechen, dass die Russen mit ihrem Tempo keinen geregelten Spielaufbau zuließen. Russland hatte im Powerplay die Chance zur Vorentscheidung, ließ aber Effizienz vermissen. In der Gruppenphase hatten die Tschechen gegen Finnland im letzten Drittel einen 0:3-Rückstand noch gedreht. Diesmal waren sie von einer Wende weit entfernt. Artemi Panarin setzte nach einem perfekten Konter den 3:0-Schlusspunkt (54.).

Finnland verlängert US-Durststrecke

Endstation war indes etwas überraschend für das US-Team, das in der Gruppenphase nach der Auftaktpleite gegen Deutschland sechs Siege in Folge gefeiert hatte. Die Finnen kamen hingegen nur mit viel Mühe ins Viertelfinale, zeigten aber, dass sie da sind, wenn es darauf ankommt. Nach einem torlosen ersten Drittel brachte der 20-jährige NHL-Stürmer Mikko Rantanen (Colorado Avalanche) zu Beginn des Mitteldrittels im Powerplay in Führung (22.).

Das US-Team war bemüht, kassierte aber immer wieder Strafen und spielte insgesamt sechsmal in Unterzahl. Überdies ließ sich Finnland-Goalie Harri Sateri nicht bezwingen und hielt alle 20 Schüsse. Für die Entscheidung sorgte schließlich KHL-Legionär Joonas Kemppainen in der 47. Minute. Während die Finnen ihre Chance auf den ersten WM-Titel seit 2011 wahrten, geht die US-Durststrecke weiter. Das letzte WM-Gold gab es im Zuge der Olympischen Winterspiele im Jahr 1960 in Squaw Valley.

Eishockey-A-WM, Viertelfinale

Donnerstag:

Russland - Tschechien 3:0

(2:0 0:0 1:0)

Paris, 6.209 Zuschauer

Tore: Orlow (9.), Kutscherow (14./PP), Panarin (54.)

Strafminuten 10 bzw. 6

Finnland - USA 2:0

(0:0 1:0 1:0)

Köln, 8.968 Zuschauer

Tore: Rantanen (22./PP), Kemppainen (47.)

Strafminuten 12 bzw. 4

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