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Kein Millionentransfer nach München

Beim deutschen Rekordmeister Bayern München werden Transfergerüchte nicht kommentiert - es sei denn, es handelt sich um Cristiano Ronaldo. Eine italienische Zeitung hatte den Bayern Interesse am Noch-Real-Superstar zugeschrieben. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge bezeichnete den Bericht als „Ente des Tages“.

Dass der wegen des Vorwurfes der Steuerhinterziehung abwanderungswillige Ronaldo Real Madrid verlassen möchte, konkretisiert sich. München scheidet als mögliche Destination unterdessen aus. Man müsse „ein- für allemal klarstellen“, dementierte Bayern-Vorstandschef Rummenigge einen Bericht der „Gazzetta dello Sport“, „dass dieses Gerücht jeglicher Grundlage entbehrt und in das Reich der Fabel verwiesen werden muss“.

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Demnach dürfte Ronaldo einerseits von seiner Persönlichkeit her nicht zu den Bayern passen, andererseits würde ein Transfer dieser Dimension sogar das geheimnisumwobene Festgeldkonto der Münchner sprengen: Ein Wechsel wäre rund 400 Millionen Euro schwer. Für 200 Millionen würde der spanische Rekordmeister seinen Rekordschützen ziehen lassen, weitere 200 Millionen Euro wären - immerhin über vier Jahre verteilt - an Gehalt für den portugiesischen Europameister fällig.

„Er war immer ein separater Club“

Bei einem tatsächlichen Abschied von Ronaldo aus Madrid würde man in der spanischen Hauptstadt Krokodilstränen vergießen. Das Hausblatt „Marca“ rückt bereits vom Superstar ab. „Niemand wird Cristiano Ronaldo nachweinen, weil seine Beziehung mit dem Bernabeu mehr kommerziell als sentimental war“, heißt es in einem Kommentar. „Cristiano war immer ein separater Club in einem gigantischen Club wie Real Madrid.“

Auch die Fans der „Königlichen“ gehen auf Distanz zu ihrem Idol. In einer Onlineumfrage der Sportzeitung „AS“ meinen 81 Prozent von gut 7.500 Teilnehmern, dass sie kein Verständnis für Ronaldos Haltung aufbringen können.

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