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„Flexibler, erfahrener, größer“

Beim LASK geht man vorsichtig optimistisch in die erste Bundesliga-Saison nach sechs Jahren abseits der Erstklassigkeit. Trainer Oliver Glasner hofft auf eine „sorgenfreie“ Saison. Helfen sollen dabei mit Emanuel Pogatetz und James Holland zwei Bundesliga-Routiniers.

Der 34-jährige Pogatetz stieß ablösefrei von Union Berlin zu den Oberösterreichern, der 28-jährige Ex-Austrianer Holland verdingte sich bis Mai in China bei Liaoning FC und kommt ebenfalls ablösefrei zu den Linzern. Außerdem wurde das Team mit den beiden einheimischen Mittelfeldspielern Gernot Trauner (25) und Thomas Goiginger (24) sowie Zweiertorhüter Alexander Schlager (21) verstärkt.

Trainingsauftakt beim LASK

Beim Bundesliga-Aufsteiger LASK war Trainingsbeginn. Die Linzer wollen sich so schnell wie möglich als fixe Größe in der höchsten Spielklasse etablieren.

„Die Mannschaft ist durch die Neuzugänge flexibler, erfahrener und körperlich größer geworden“, sagte Betreuer Glasner, der noch auf einen zusätzlichen Offensivspieler hofft. Der soll ein in Österreich bekannter Stürmer aus dem Ausland sein, der Abschluss soll demnächst erfolgen.

„Riesige Freude“ bei Routinier Pogatetz

Das Saisonziel setzte Glasner zunächst bewusst niedrig an: der Klassenerhalt soll erreicht werden. „Wir wollen sorgenfrei durch die Saison kommen“, unterstrich der ehemalige Rieder, der die Innviertler 2015 in Richtung LASK verlassen hatte, um in seiner zweiten Saison den Bundesliga-Aufstieg zu schaffen.

Emanuel Pogatetz

APA/EXPA/Reinhard Eisenbauer

Emanuel Pogatetz kehrt im LASK-Trikot in die Bundesliga zurück

Der 34-jährige Pogatetz, der nach zwölf Jahren im Ausland nach Österreich zurückgekehrt ist, brennt auf seine neue Herausforderung. „Ich freue mich riesig, dass es losgeht. Wir haben hohe Ziele, wollen schnell in der Liga Fuß fassen. Wir wollen den Teamgedanken leben, dass man auf dem Platz sieht, dass da eine Mannschaft geschlossen auftritt“, sagte der 61-fache Teamspieler.

Glasner will seinen neuen Führungsspieler aber nicht unter Druck setzen. „Emanuel muss nicht Sprachrohr oder verlängerter Arm sein. Er wird seine Qualität, die er auf hohem Niveau gezeigt hat, einbringen“, so Glasner. Davon ist er auch beim 15-fachen australischen Teamspieler und Ex-Austrianer Holland überzeugt: „James Holland galt damals als einer der besten defensiven Mittelfeldspieler. Er ist im besten Fußballalter, ist passsicher und spielintelligent, ein Quarterback-Typ.“

Ein Dutzend Jugendspieler im LASK-Kader

Auf Goiginger muss der Coach nach einer Meniskusoperation noch rund zwei bis drei Wochen verzichten. Stolz ist Glasner auch, dass es in seinen zwei Jahren bei den Linzer Athletikern zwölf Akademiespieler in den aktuellen Kader geschafft haben.

Der Blick von Glasner geht aber auch schon über die kommende Saison hinaus. Der LASK, 1965 erster Meister aus den Bundesländern, will mittelfristig wieder in der heimischen Spitze mitspielen. „Wir wollen spätestens in zwei Jahren unter die Top Sechs und um die Europacup-Plätze spielen“, erklärte der Trainer.

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