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Aufgebot von Van der Bellen verabschiedet

Österreichs Team für die zehnten World Games in Wroclaw ist am Montag in Wien von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Sportminister Hans Peter Doskozil offiziell verabschiedet worden. Die rot-weiß-rote Equipe für den Höhepunkt der nicht olympischen Sportarten bzw. Disziplinen umfasst 44 Aktive. Den Eid im „Haus des Sports“ sprachen die Zwillinge Mirnesa und Mirneta Becirovic.

Die Schwestern hatten bei den World Games 2013 in Cali Österreichs einzige Goldmedaille geholt. Sie wären daher für die Eröffnung des Multisport-Events am Donnerstag nächster Woche (20. Juli) als Fahnenträgerinnen zum Zug gekommen, doch werden die Nationenflaggen von für diese Veranstaltung rekrutierten Freiwilligen getragen. Das Duo aus Pressbaum wird dennoch zur Eröffnung anreisen, obwohl ihr Bewerb erst für 28. Juli angesetzt ist.

Bundespräsident Alexander van der Bellen während der Verabschiedung des  Österreichs Teams für die 10. World Games

APA/Herbert Pfarrhofer

Van der Bellen verabschiedete die österreichischen Sportler per Handschlag

„Ich weiß, was an Arbeit und Disziplin dahintersteckt“, sagte Van der Bellen hinsichtlich der übersprungenen Qualifikationshürden in seiner Ansprache, ehe er sich von Delegationsleiter Aria Siami die Athleten des österreichischen Teams einzeln vorstellen ließ. „Die World Games haben sich zu einem hochkarätigen Wettkampf entwickelt“, zeigte sich das Staatsoberhaupt informiert. Immerhin 4.000 Sportler werden in Polen um insgesamt 222 Medaillensätze rittern.

Van der Bellen: „Vorbild für Jugendliche“

Van der Bellen sprach auch eine besondere Funktion der erstmals von der Bundes-Sportorganisation (BSO) betreuten österreichischen Truppe an: „Sie können eine Art von Vorbild für Jugendliche sein.“ Eine erwartete Medaillenausbeute für die im Vierjahresrhythmus ausgetragene Großveranstaltung wollte der Politiker seinen Landsleuten nicht mit auf den Weg geben. „Wir werden sie mit der gleichen Begeisterung empfangen, wie wir sie verabschieden“, sagte Van der Bellen.

Doskozil bekräftigte diese Herangehensweise: „Wir werden keinen Druck hineinlegen, aber wir erwarten ein ernsthaftes Dabeisein.“ Für ihn stünden persönliches Engagement und die Leistungen auch in den Verbänden im Vordergrund. BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer will nur keine medaillenlose Ausbeute haben. „Die Zahl ‚Null‘ haben wir nicht gerne, aber alles andere ist toll. Ein fünfter Platz ist auch super.“

Die Rhythmische Gymnastin Nicol Ruprecht, Bogenschützin Laurence Baldauff und Magdalena Lobnig sind Sportlerinnen in Österreichs Team mit Olympiaerfahrung. Sie werden in nicht olympischen Disziplinen antreten. Die Ruderin Lobnig war nach ihrem am Sonntag auf dem Luzerner Rotsee fixierten Weltcup-Gesamtsieg nicht bei der Verabschiedung dabei. Ein Tanzpaar musste absagen, ein Ersatz und damit ein 46-köpfiges Team sind noch möglich.

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