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Quintana verliert wieder an Boden

Der Sieger der letzten Etappe vor dem zweiten Ruhetag der 104. Tour de France heißt Bauke Mollema. Der Niederländer sicherte sich am Sonntag nach 189,5 Kilometern den Sieg der 15. Etappe von Laissac-Severac l’Eglise nach Le Puy-en-Velay und gewann damit erstmals eine Etappe der Frankreich-Rundfahrt. Dahinter verteidigte Christopher Froome erfolgreich das Gelbe Trikot.

Mollema krönte im Ziel in Le Puy-en-Velay eine erfolgreiche Soloflucht. Der 30-Jährige setzte sich 19 Sekunden vor dem Italiener Diego Ulissi, der den Sprint der Verfolger gegen den Franzosen Tony Gallopin und Primoz Roglic aus Slowenien für sich entschied, durch. Mollema, Teamkollege von Michael Gogl beim Team Trek, wurde für seine Leistung auch als kämpferischster Fahrer ausgezeichnet. Im Kampf um den Gesamtsieg spielt der Niederländer mit 34:50 Minuten Rückstand keine Rolle.

Früh hatte sich auf dem 15. Abschnitt eine große Ausreißergruppe, bestehend aus 28 Fahrern, gebildet. Froomes Sky-Team ließ die Gruppe gewähren. Deren Vorsprung stieg auf mehr als neun Minuten an. Die entscheidende Attacke gelang schließlich Mollema rund 27 km vor dem Ziel. Der 30-jährige Niederländer hielt am Ende eine vierköpfige Verfolgergruppe, gebildet aus Ulissi, Gallopin, Roglic und dem Träger des gepunkteten Bergtrikots Warren Barguil (FRA), knapp auf Distanz.

Froome schließt Lücke

An der Spitze des Gesamtklassements gab es vor dem zweiten Ruhetag keine Veränderungen. Froome radelte als 28. mit 6:25 Minuten Rückstand auf den Tagessieger zeitgleich mit seinen schärfsten Konkurrenten Fabio Aru aus Italien (31.) und dem Franzosen Romain Bardet (33.) ins Ziel. In der Gesamtwertung führt Froome weiter 18 Sekunden vor Aru, Bardet ist mit 23 Sekunden Rückstand Dritter.

Dabei hatte der Brite nach einem Schaden am Rad eine lange Aufholjagd absolvieren müssen. „Das war ein Stressmoment. Ich hatte gedacht, ich komme vielleicht nicht zur Spitze zurück“, sagte Froome, den ein platter Reifen aus dem Tritt und rund eine Minute ins Hintertreffen gebracht hatte. Mit dem geborgten Hinterrad seines Teamkollegen Michal Kwiatkowski kämpfte er sich aber wieder heran. „Der Teamwagen war weit hinten, ich hatte keine andere Chance“, so der Brite.

Dafür verlor der Kolumbianer Nairo Quintana weiter an Boden. Der vor der Tour als Mitfavorit auf den Gesamtsieg gehandelte Vorjahresdritte verlor als 41. fast vier Minuten auf Froome und fiel in der Gesamtwertung damit aus den Top Ten. Als Elftem fehlen dem Giro-Sieger von 2014 bereits über sechs Minuten auf das Gelbe Trikot. Die Tour wird am Dienstag mit der 16. Etappe von Le Puy-en-Velay über 165 Kilometer nach Romans-sur-Isere fortgesetzt.

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