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Aufschwung auch Thalhammers Verdienst

Dominik Thalhammer hat mit dem Frauen-Nationalteam sein großes Ziel erreicht. Sechs Jahre nach seiner Bestellung gibt die Auswahl des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) in den Niederlanden ihr angepeiltes Endrundendebüt. „Jetzt ist unser großes Ziel, die Euro zu bestehen, das ist der Cut, dann schauen wir weiter“, sagte der gebürtige Niederösterreicher im Hinblick auf seine Zukunft. Eine Fortsetzung der Tätigkeit bezeichnete er als „möglich“.

Das wäre auch im Sinne des ÖFB. „Natürlich ist es immer wieder dann eine Weichenstellung, die notwendig ist, aber aus unserer Sicht spricht eigentlich nichts dagegen, hier mit Dominik Thalhammer natürlich weiterzuarbeiten“, sagte ÖFB-Präsident Leo Windter vor dem Turnierstart.

Lob vom ÖFB-Boss

Der Wahloberösterreicher sei die Idealbesetzung für das Team und die Regie im Nationalen Zentrum. „Er hat die notwendige Expertise, aber ich würde sagen, auch das Einfühlungsvermögen, das man gerade im Frauen-Fußball braucht. Und die zurückhaltend dezente Note, sodass man wirklich sagen kann, ohne großen Aufhebens wurde hier Großes geschaffen“, lobte Windtner den 46-Jährigen.

ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer beim Training

APA/Hans Punz

Teamchef Thalhammer führte die ÖFB-Frauen zur EM 2017 in den Niederlanden

Seit vergangenen Dienstag residiert Thalhammer mit seiner Mannschaft bereits im auf einer Anhöhe über dem Niederrhein gelegenen EM-Quartier in Wageningen. Neben Einheiten auf dem nur wenige Gehminuten vom Hotel De Wageningsche Berg entfernten Trainingsplatz, einem ehemaligen Erstliga-Stadion mit 15.000 Stehplätzen, wird auch ein eigens eingerichteter Fitnessbereich von den ÖFB-Frauen oft genutzt.

Vorfreude steigt mit jedem Tag

„Wir haben hier optimale Bedingungen. Alle freuen sich, dass es endlich losgeht“, sagte Carina Wenninger. Auf das erste Großereignis der Karriere habe man seit Jahren hingearbeitet. „Uns ist der Ernst der Lage bewusst, ich glaube aber, dass man eine gewisse Lockerheit bewahren muss“, sagte die Bayern-München-Legionärin. Der Einsatz ihrer Club- und Teamkollegin Viktoria Schnaderbeck im Auftaktspiel gegen die Schweiz am Dienstag (18.00 Uhr, live in ORF eins) in Deventer ist nach wie vor fraglich.

Training der ÖFB-Teamspielerinnen

APA/Hans Punz

Intensives Programm im Vorfeld des Duells mit der Schweiz

Die ÖFB-Kapitänin laboriert weiter an ihrem Knochenmarksödem im linken Knie, das Mannschaftstraining geht nach wie vor ohne sie über die Bühne. „Sie macht aber Tag für Tag Fortschritte, es ist alles offen“, hieß es vonseiten des ÖFB. „Wenn man in die Gesichter der Mädchen schaut, dann ist das sehr optimistisch, was man sieht“, sagte Thalhammer, der vor dem Startspiel guter Dinge ist.

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