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Klassenerhalt „Saisonziel Nummer eins“

Der SKN St. Pölten geht mit neuem Sportchef und frischen Gesichtern in die zweite Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte. Zehn Akteure haben die Niederösterreicher in den vergangenen Wochen verlassen, alle Mannschaftsteile wurden verjüngt. Das Ziel ist gesteckt: Ein monatelanges Bangen um den Klassenerhalt will sich der Neunte der vergangenen Saison ersparen.

Viele Namen aus der vergangenen Saison sind in St. Pölten mittlerweile nicht mehr zu finden. So war u. a. für die Flügelspieler Ümit Korkmaz und Cheikhou Dieng, Mittelfeldmann Marco Perchtold und Stürmer Kevin Luckassen, mit dem man eine Vertragsauflösung anstrebt, kein Platz mehr im Kader. Für Jochen Fallmann, dessen Team vor dem Ligastart bei Sturm Graz noch am Dienstag in der ersten Cuprunde bei Austria Klagenfurt gastiert, sind die Abgänge aber kein Grund zur Sorge.

Die Null muss stehen

„Wir haben bis auf zwei Spieler den Stamm halten können, haben offene Stellen mit Jüngeren nachbesetzt. Sicher haben wir an Erfahrung eingebüßt, das war uns aber bewusst“, sagte der Trainer. Dezidiert auf der Suche war die sportliche Leitung noch nach einem erfahrenen Mann für das Mittelfeld, einer ordnenden Hand vor der Abwehr. Die Null soll nämlich in Zukunft öfter stehen. Mit 60 Gegentreffern kassierte St. Pölten in der abgelaufenen Saison so viele wie kein anderer Bundesligist.

Lukas Thuerauer und and Daniel Luxbacher (St.Pölten) gegen Lopes Mesquita (Monaco)

GEPA/Walter Luger

Beim 0:3 im Test gegen Topclub AS Monaco ging Fallmanns Plan nicht auf

„Ich bin ein offensiv denkender Trainer, aber letzte Saison haben wir nur zweimal zu null gespielt. Da müssen wir uns verbessern“, meinte Fallmann über einen Punkt, an dem in der Sommervorbereitung gearbeitet wurde. Bemerkbar machen soll sich das möglichst schnell. „Wichtig ist, dass wir einen besseren Start haben als letzte Saison. Deshalb sind wir immer nachgehinkt“, sagte Fallmann, der den in der Bundesliga glücklosen Karl Daxbacher, unter dem der Club aufgestiegen war, im Oktober beerbt hatte.

Der ehemalige Assistent Fallmann wurde nach geschafftem Klassenerhalt erst von Neo-Sportchef Markus Schupp in dessen erster Amtshandlung im Posten bestätigt. Die Zusammenarbeit mit dem 51-jährigen Deutschen, der als Spieler Teil der erfolgreichen Sturm-Mannschaft rund um die Jahrtausendwende war, sei nicht nur deshalb eine gute, so Fallmann. „Markus ist sehr genau und bedacht in seinen Entscheidungen. Er ist mir von Anfang an sehr offen gegenüber aufgetreten und auch gerne nah bei der Mannschaft“, sagte der 38-Jährige. „Wir denken gemeinsam Fußball.“

Markus Schupp (St.Poelten)

GEPA/Walter Luger

Schupp geht in seine erste Saison als Sportchef in St. Pölten

Neuzugänge sollen treffen

Das „Saisonziel Nummer eins“ in der niederösterreichischen Landeshauptstadt ist es, auch nach der 2018 greifenden Ligareform in der obersten Spielklasse präsent zu sein. Der Klassenerhalt soll wenn möglich nicht erst in einem Abstiegs-Play-off gegen den Erste-Liga-Dritten geschafft werden. Wollen die St. Pöltner hinten dichtmachen, so sollen vorne vermehrt Akzente gesetzt werden. Mehr als vier Ligatore gelangen 2016/17 nämlich keinem SKN-Akteur.

Der im Winter geholte Lonsana Doumbouya (drei Saisontore) will diese Quote ebenso übertreffen wie die Neuzugänge Roope Riski und Devante Parker. Der Finne Riski (25) kam im Frühjahr beim deutschen Drittligisten Paderborn kaum auf Touren, hat laut Fallmann seine Qualitäten aber schon bewiesen. Der 21-jährige Parker wurde vom deutschen Bundesligisten Mainz 05 ausgeliehen. Großes Interesse wurde St. Pölten auch an der Verpflichtung von Rapids Philipp Prosenik nachgesagt.

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