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„Frustabbau“ beim Titelverteidiger

Meister Red Bull Salzburg hat das neuerliche Schockmoment gut verkraftet. Drei Tage nach dem erneuten Aus in der Champions-League-Qualifikation überrollten die „Bullen“ in der tipico-Bundesliga die FC Flyeralarm Admira mit 5:1 (2:0). Das Team von Trainer Marco Rose bleibt damit weiter ungeschlagen und hält nun bei sieben Punkten.

Wenig Zeit blieb den Fußballern von Red Bull Salzburg, das erneute Scheitern auf dem Weg in die Königsklasse zu verarbeiten. So musste die Admira zum „Frustabbau“ herhalten, und Salzburg gelang das in teils beeindruckender Manier. Munas Dabbur (9.),Hannes Wolf (29.), Duje Caleta-Car (51.), Fredrik Gulbrandsen (59.) und Hwang Hee Chan (76.) erzielten die Tore der Hausherren. Die Anhänger ließen sich nur vereinzelt versöhnen, die offizielle Zuschauerzahl lautete 5.033.

Jubel der Salzburger

GEPA/Thomas Bachun

Fünfmal durften die Salzburger gegen die Admira eine Jubeltraube bilden

Salzburg-Coach Rose veränderte seine Startformation im Vergleich zum Auswärts-0:0 am Mittwoch gegen Rijeka an vier Positionen. Die Gäste versuchten mit einem massiven Fünfermittelfeld das Zentrum dichtzumachen, doch es dauerte nur neun Minuten, ehe sich die Salzburger erfolgreich durchkombinierten. Der oft gescholtene Stürmer Dabbur übernahm einen Berisha-Fersler, ließ zwei Admiraner aussteigen und schloss mit dem Spitz von der Strafraumgrenze ab.

Salzburg - Admira 5:1 (2:0)

Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 5.033 Zuschauer, SR Heiß; Torfolge: 1:0 Dabbur (9.), 2:0 Wolf (29.), 3:0 Caleta-Car (51.), 4:0 Gulbrandsen (59.), 5:0 Hwang (76.), 5:1 Schmidt (92.).

Vorentscheidung nach Ulmer-Querpass

Die Salzburger kontrollierten in der Folge das Spiel und ließen den Gegner kaum in Tornähe kommen. Gulbrandsen und Wolf vergaben aussichtsreiche Konter vorerst kläglich. Gerade als die Gäste mutiger wurden und Marin Jakulis Goalie Alexander Walke ein erstes Mal aus spitzem Winkel prüfte (27.), baute der Titelverteidiger die Führung aus: Einen Ulmer-Querpass verpasste nicht nur Gulbrandsen, sondern auch die gesamte Admira-Defensive inklusive Torhüter Andreas Leitner. Der Ball landete bei Youngster Wolf, der bei seinem Bundesliga-Premierentor nur noch einschieben musste (29.).

Auch nach Wiederanpfiff diktierten die Salzburger die Begegnung. Caleta-Car bugsierte einen Ulmer-Eckball aus kurzer Distanz über die Linie (51.) Die Admira kam weiter zu keinen Chancen und offenbarte immer wieder defensive Schwächen. Eine davon nützte schließlich Gulbrandsen. Der umtriebige, aber wenig effiziente Norweger zog nach Haidara-Zuspiel aus halbrechter Position zum 4:0 ab (59.).

Rose-Elf spielt sich in Spielrausch

Die Rose-Elf hatte mit der überforderten Admira weiter eine wahre Freude, der fehlerfreie Goalie Leitner sah sich mit rollenden Angriffen konfrontiert und musste noch einmal hinter sich greifen. Joker Hwang traf zum 5:0. Der Salzburger Spielrausch endete mit dem einzigen Jubelmoment der Admira: Der 19-jährige Patrick Schmidt erzielte in der Nachspielzeit nach Jakolis-Zuspiel seinen ersten Treffer in der Bundesliga.

Stimmen zum Spiel:

Marco Rose (Salzburg-Trainer): „Ich würde mir wünschen, dass es immer so funktioniert. Wir sind sehr froh über das Ergebnis und darüber, wie wir aufgetreten sind. Wir hatten uns vorgenommen, ein Signal an uns zu senden - das ist uns gut gelungen.“

Damir Buric (Admira-Trainer): „Heute war es einfach eine tolle Leistung des Gegners. Die Art und Weise, wie die Mannschaft von Red Bull gespielt hat, war beeindruckend. Sie haben sich schon beim ersten Tor total gut durchgespielt, bald danach fiel das 2:0, dann war es schwierig.“

Alexander Walke (Salzburg-Kapitän): „Es war wichtig, dieses Spiel zu gewinnen, die Liga ist extrem wichtig für uns. Wir wollten so gewinnen, wie wir das gemacht haben - abgesehen vom Gegentor. Der Sieg hilft uns vielleicht, das Zuckerl, das wir am Mittwoch verpasst haben, leichter zu verkraften.“

Tipico-Bundesliga, dritte Runde

Samstag:

Salzburg - Admira 5:1 (2:0)

Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 5.033 Zuschauer, SR Heiß

Torfolge:
1:0 Dabbur (9.)
2:0 Wolf (29.)
3:0 Caleta-Car (51.)
4:0 Gulbrandsen (59.)
5:0 Hwang (76.)
5:1 Schmidt (92.)

Salzburg: Walke - Lainer (81./Farkas), Pongracic, Caleta-Car, Ulmer - Haidara, Samassekou, Berisha (67./Leitgeb) - Gulbrandsen, Wolf (73./Hwang), Dabbur

Admira: Leitner - Zwierschitz, Wostry, Strauss, Holzmann - Starkl (70./Schmidt), Ebner, Lackner, Toth, Jakolis - Knasmüllner (74./Grozurek)

Gelbe Karten: Wolf bzw. Ebner, Toth, Lackner, Zwierschitz, Strauss

Die Besten: Berisha, Samassekou, Haidara bzw. keiner

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