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Ducati in der Favoritenrolle

Mit über 200.000 Besuchern hat die Motorrad-WM im Vorjahr ein fulminantes Comeback in Österreich gegeben. Auch 2017 wird der Ansturm der Fans auf Spielberg ähnlich sein, wenn Weltmeister Marc Marquez, Superstar Valentino Rossi und Co. am Sonntag in der Königsklasse MotoGP am Start sind. Favorit ist nach dem Vorjahresdouble aber Ducati. KTM schickt bei der Heimpremiere gleich drei Fahrer ins Rennen.

Die Zweirad-WM ist 2017 noch aufregender, denn diesmal geht es auch in der MotoGP äußerst spannend her. Die erste Saisonhälfte brachte zehn verschiedene Podiumsfahrer, vier WM-Führende und fünf unterschiedliche Sieger. Erst mit seinem „Geniestreich“ beim Sieg nach der Sommerpause vergangenen Sonntag in Brünn hat sich Honda-Pilot Marquez etwas abgesetzt.

Gefüllte Zuschauertribüne beim Moto-GP-Rennen von Spielberg im Jahr 2016

APA/Erwin Scheriau

Tausende Fans werden den Motorradstars am Wochenende eine würdige Bühne bieten

Der spanische Titelverteidiger hat nach zehn von 18 Saisonläufen 154 Punkte auf dem Konto sowie 14 Zähler Vorsprung auf seinen spanischen Landsmann Maverick Vinales (Yamaha). Aber selbst Andrea Dovizioso (133), Rossi (132) sowie der fünftplatzierte Daniel Pedrosa (123) könnten theoretisch in Runde elf in Österreich die WM-Führung übernehmen.

Augen auf Rossi gerichtet

Rossi ist trotz seiner 38 Jahre nach wie vor der Superstar der Motorradszene. Spielberg ist möglicherweise eine der letzten Gelegenheiten, den „Doktor“ auf der Rennstrecke in der Steiermark zu bewundern.

Für den neunfachen Weltmeister mit der legendären Startnummer 46 gibt es 2017 eine eigene und in Gelb getauchte Tribüne mit dem Namen „Fan Club Valentino Rossi“. Aber auch Marquez hat in Kurve Nord seinen speziellen „Fan-Corner“, ebenso KTM im Innenfeld.

Lokalmatador KTM mit Trio

Vor allem auf dieser Tribüne werden Fans in Orange beim Heimdebüt der Mattighofener in der MotoGP mitfiebern. Nachdem schon im zweiten Rennen des ersten Jahres in der Königsklasse die ersten WM-Punkte eingefahren wurden und zuletzt in Brünn dank Pol Espargaro (9.) sogar schon der erste Top-Ten-Platz erreicht wurde, sind die Österreicher sehr gut im Plan.

Wie schon am Sachsenring setzt KTM auch in Spielberg neben den Stammfahrern Espargaro und Bradley Smith einen dritten RC16-Piloten ein. Es ist erneut der finnische Testfahrer Mika Kallio. Weil künftig die MotoGP auch in Finnland gastiert, kann sich Kallio damit in Szene setzen. In der Moto2 ist in Spielberg sogar der erste KTM-Sieg drin. In der Moto3 schickt man mit dem erst 16-jährigen Oberösterreicher Maximilian Kofler einen heimischen Piloten per Wildcard an den Start.

Spezielle Herausforderung

Fünf Wochen nach der Formel 1 stellt der Red Bull Ring mit seinem Layout die Zweiradartisten wieder vor eine spezielle Herausforderung. Im Vorjahr triumphierte Ducati in Spielberg erstmals und das gleich doppelt. Sieger Andrea Iannone fährt mittlerweile für Suzuki, dafür sitzt nun der fünffache Weltmeister Jorge Lorenzo auf der brachial schnellen, roten Maschine aus Italien. Der Vorjahreszweite Andrea Dovizioso ist beim Ducati-Werksteam geblieben, hat seitdem drei Rennen gewonnen und 2017 kurz sogar die WM angeführt.

Andrea Iannone und Andrea Dovizioso (beide Ducati)

GEPA/Guenter Floeck

Ducati feierte im Vorjahr durch Andrea Iannone und Andrea Dovizioso in Spielberg einen Doppelsieg

Es ist angesichts der Wetterprognosen gut möglich, dass Regen zumindest im Training ein mitentscheidender Faktor wird. Die Anreise des WM-Trosses aus Brünn ging aber noch planmäßig über die Bühne, obwohl sich 188 Trucks aus Tschechien auf den Weg machten und im Gelände des Red Bull Rings untergebracht werden mussten.

Bestes Rennen des Jahres 2016

Im Vorjahr wickelte Spielberg die Veranstaltung so gut ab, dass man von der GP-Kommission zum „besten Rennen des Jahres 2016“ gewählt wurde. Auch 2017 steht einer ähnlichen Performance und dem Spaß der „verrückten“ MotoGP-Fans auf den Campingplätzen trotz wechselhafter Wetterprognosen nichts im Weg.

Mit dabei ist man jedenfalls schon um 95 Euro für ein Wochenend-Stehplatzticket. Und zwar nicht nur beim Geschehen auf der Rennstrecke, sondern auch im nahen MotoGP-Fan-Village mit Musik, Shows und Autogramme schreibenden Starpiloten wie Marquez und Daniel Pedrosa. Tickets an den Tageskassen sind auch in der Grand-Prix-Woche nach wie vor erhältlich.

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