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Schwierige Aufgabe für Gastgeber Admira

Die Ausgangssituation vor dem Sonntag-Spiel der vierten Runde der tipico-Bundesliga ist klar: Admira Wacker möchte beweisen, dass die 1:5-Abfuhr in Salzburg ein einmaliger Ausrutscher war. Für Rapid zählen nach dem unbefriedigenden Wiener Derby eigentlich nur drei Punkte. Trainer Goran Djuricin möchte „natürlich mit einem Sieg nach Hause fahren“.

Die Admira hat in der Liga einen bewegten Start hinter sich. So folgte einem 0:3 beim LASK ein überzeugender 4:1-Sieg gegen Altach, ehe die Südstädter in der Vorwoche von Red Bull Salzburg eine deftige Abreibung verpasst bekamen. Das 5:1 gegen den Meister habe bei der Mannschaft aber keinen Knacks hinterlassen, versicherte Trainer Damir Buric. „Salzburg ist in einer anderen Liga. Wir wissen ganz genau, wie wir das einzuordnen haben.“ Dennoch habe man die Fehler genau analysiert.

Gegen Rapid soll es besser werden. „Ich bin auch zuversichtlich. Die Art und Weise, wie die Mannschaft gearbeitet hat diese Woche, hat gut ausgesehen“, sagte Buric, der die Admira trotz nur eines Sieges in den vergangenen sechs Bundesliga-Spielen sogar leicht über dem Soll sieht. „Ich finde, wir haben ein brutales Auftaktprogramm gehabt. Wir sind zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Wenn wir jetzt gegen Rapid punkten, halten wir bei vier Punkten.“ Gerechnet hätte der Kroate mit drei, gestand er.

Djuricin fordert mehr Effizienz

Rapid verspielte gegen die Austria im zweiten Heimspiel in dieser Saison zum zweiten Mal eine 2:0-Führung. Mit dem 2:2-Remis war am Ende in Wien-Hütteldorf keiner zufrieden, das zum wiederholten Mal auffällige Verhalten der eigenen Fans sorgte überdies für ein unangenehmes Nachspiel.

„Wir haben jetzt wieder ein neues Spiel vor uns, möchten es wieder so gut gestalten wie zuletzt, die Fehler abstellen und dann natürlich mit einem Sieg nach Hause fahren“, betonte Trainer Goran Djuricin. Man habe gesehen, dass zwei Tore oft nicht reichen. „Im Vergleich zum Heimspiel gegen Mattersburg und im Derby müssen wir einfach vor dem Tor viel effizienter sein. Spielerisch sind wir auf einem guten Weg und lassen den Ball gut laufen. Gelingt es uns, jetzt auch die diversen Möglichkeiten zu verwerten, mache ich mir keine Sorgen.“

Tipico-Bundesliga, vierte Runde

Sonntag, Beginn 16.30 Uhr:

Live in ORF eins und im Livestream

Admira - Rapid

BSFZ-Arena, SR Schörgenhofer

Mögliche Aufstellungen:

Admira: Leitner - Zwierschitz, Wostry, Strauss, Holzmann - Starkl, Lackner, Toth, Ebner, Jakolis - Knasmüllner

Rapid: Strebinger - Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Bolingoli - Auer, Schwab - Schaub, S. Hofmann, Murg - Joelinton

Auch Buric sieht die bereits sechs Runden ungeschlagenen Rapidler auf einem guten Weg. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei „eine andere Mannschaft“ auf dem Platz, die laufstark und bissig sei. Der Saisonstart der Hütteldorfer sei „ein bisschen unglücklich gelaufen. Aber man hat auf jeden Fall gesehen, das ist eine Mannschaft, die spielen will.“

Beide Teams ersatzgeschwächt

Sowohl Rapid als auch die Admira treten ersatzgeschwächt an. Während bei Rapid allerdings nach und nach Spieler in den Kader zurückkehren, gestaltet sich die Lage für Buric schwieriger. Florian Fischerauer und Ione Cabrera sind noch im Aufbautraining und daher nach wie vor kein Thema. Fraglich sind Lukas Grozurek (Überdehnung des Seitenbands), Markus Wostry (Schmerzen an der Patellarspitze) und Maximilian Sax (Probleme mit dem Hüftbeuger). Sollten die drei am Sonntag ausfallen, wäre das für die Admira angesichts des limitierten Kaders ein schwerer Schlag.

Rapid muss auf den mit Rot gesperrten Thomas Schrammel verzichten. Der Linksverteidiger könnte vom vor dem Derby erkrankten Neuzugang Boli Bolingoli ersetzt werden, der seine Verkühlung ausgestanden hat. Am Dienstag gab Philipp Schobesberger nach achtmonatiger Pause sein Comeback. Der Oberösterreicher stand in der Regionalliga für SK Rapid II gegen die St. Pölten Juniors knapp eine Stunde auf dem Platz. Und auch Giorgi Kvilitaia und Ivan Mocinic stehen vor ihrer Rückkehr. Der georgische Stürmer und der kroatische Mittelfeldspieler waren mit der zweiten Mannschaft am Freitag beim unerwarteten 3:6-Heimdebakel gegen Aufsteiger Bruck/Leitha ebenso wie Schobesberger im Einsatz.

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