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70. Poleposition für Marquez

Weltmeister und WM-Leader Marc Marquez startet beim MotoGP-Grand-Prix von Österreich in Spielberg am Sonntag aus der Poleposition. Der Spanier war am Samstag im Qualifying auf seiner Honda knapp schneller als die beiden Ducati-Piloten Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo. Auf dem Weg zur Bestzeit musste der WM-Leader aber gleich mehrere Schrecksekunden wegstecken.

„Fürs Erste bin ich aber einmal happy“, sagte Marquez. „Nach den Problemen im Vorjahr haben wir diesmal unterschiedliche Setups ausprobiert und das Bike Schritt für Schritt verbessert. Die Pace ist wirklich gut“, lobte der 24-Jährige sein Team. Für Marquez, der den dritten Saisonsieg in Folge einfahren und seine 14 Zähler betragenden WM-Führung ausbauen könnte, war es insgesamt die 70. Poleposition, die 42. in der Königsklasse.

Marc Marquez (Honda)

APA/Erwin Scheriau

WM-Spitzenreiter Marquez gibt auch in Spielberg das Tempo vor

Szenesuperstar Valentio Rossi (ITA) kam hingegen mit seiner Yamaha über Platz sieben nicht hinaus. Der verkühlte und über Kopfscherzen klagende Rossi war zwar im Vormittagstraining noch problemlos in die Top Ten gekommen, im Kampf um die beste Startposition war der 38-Jährige mit seiner Yamaha aber chancenlos. Von den drei KTM-Fahrern kam keiner ins Qualifying um die Pole. Pol Espargaro (ESP), Testfahrer Mika Kallio (FIN) und Bradley Smith (GBR) starten von den Plätzen 16, 18 und 22 in den elften WM-Saisonlauf.

Eine Frage der richtigen Reifenwahl

Marquez ist aber klar, dass der Weg zum 59. Rennsieg (33. in MotoGP) vor allem über die richtige Reifenwahl führen wird. Dementsprechend zurückhaltend gab er sich auch. „Wichtig wird sein, am Sonntag den richtigen Reifen zu erwischen. Ziel ist und bleibt ein Podestplatz“, sagte der Spanier. Nur 31 Punkte trennen vor dem elften Saisonlauf die Top Fünf der aktuellen WM-Wertung, so knapp ging es seit Einführung der aktuellen Punktewertung in der Königsklasse noch nie her.

Marquez hatte davor trotz perfekten Wetters und trockener Piste turbulente Samstag-Trainings erlebt. Nach einer Fast-Kollision mit dem finnischen KTM-Fahrer Mika Kallio kam der Spanier später im FP4 nach einem Eigenfehler sogar tatsächlich zu Sturz. Beide Vorfälle blieben aber folgenlos. Seine Bestzeit markierte Marquez allerdings mit den Softreifen, Ducati verwendete im Qualifying den härteren Pneu. Auch deshalb scheint klar, dass der WM-Leader Marquez sofort Druck von den superstarken, italienischen „Desmosedicis“ bekommen wird.

Ob Ducati im Qualifying puncto Reifen bewusst „gepokert“ hatte, blieb zunächst unklar. „Wir haben beide ausprobiert, uns aber kurz vor dem Qualifying für den härteren entschieden“, sagte Dovizioso. „Wir haben nicht alles komplett verstanden und wollten daher nichts riskieren. Also haben wir am Ende gedacht, dass der Medium für diesmal der bessere Reifen ist“, erklärte der Italiener aus Forli. Über den richtigen Rennreifen werde vor allem die Streckentemperatur am Sonntag entscheiden.

KTM dominiert in Moto3-Klasse

Dagegen gaben in der Moto3-Klasse die KTM-Piloten das Tempo vor. Schnellster im Qualifying war der Argentinier Gabriel Rodrigo vor seinem spanischen Markenkollegen Juanfran Guevara. Dritter wurde der spanische Honda-Pilot Aron Canet. Der Österreicher Maximilian Kofler, der per Wildcard für KTM starten darf, kam bei seinem Debüt über den 31. Startplatz nicht hinaus.

In der Moto2-Klasse belegen wiederum gleich sieben Kalex-Maschinen die vordersten Plätze. Schnellster war der Italiener Mattia Pasini vor seinem Landsmann und WM-Spitzenreiter Franco Morbidelli. Die erste Startreihe komplettiert der Spanier Alex Marquez.

Grand Prix von Österreich in Spielberg

MotoGP, Qualifying:
1. Marc Marquez ESP Honda 1:23,235
2. Andrea Dovizioso ITA Ducati 1:23,379
3. Jorge Lorenzo ESP Ducati 1:23,621
4. Maverick Vinales ESP Yamaha 1:23,754
5. Danilo Petrucci ITA Ducati 1:23,780
6. Johann Zarco FRA Yamaha 1:23,879
7. Valentino Rossi ITA Yamaha 1:23,892
8. Dani Pedrosa ESP Honda 1:23,985
9. Cal Crutchlow GBR Honda 1:24,024
10. Andrea Iaannone ITA Suzuki 1:21,185
Moto2, Qualifying:
1. Mattia Pasini ITA Kalex 1:29,394
2. Franco Morbidelli ITA Kalex 1:29,395
3. Alex Marquez ESP Kalex 1:29,570
4. Francesco Bagnaia ITA Kalex 1:29,581
5. Thomas Lüthi SUI Kalex 1:29,696
6. Fabio Quartararo FRA Kalex 1:29,855
7. Isaac Vinales ESP Kalex 1:29,868
8. Miguel Oliveira POR KTM 1:29,998
9. Xavi Vierge ESP Kalex 1:30,097
10. Sandro Cortese GER Suter 1:30,101
Moto3, Qualifying:
1. Gabriel Rodrigo ARG KTM 1:36,503
2. Juanfran Guevara ESP KTM 1:36,615
3. Aron Canet ESP Honda 1:36,690
4. Enea Bastianini ITA Honda 1:36,716
5. John McPhee GBR Honda 1:36,790
6. Bo Bendsneyder NED KTM 1:36,793
7. Andrea Migno ITA KTM 1:36,811
8. Philipp Öttl GER KTM 1:36,955
9. Fabio di Giannantonio ITA Honda 1:36,967
10. Joan Mir ESP Honda 1:36,989
31. Maximilian Kofler AUT KTM 1:38,697

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