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Bester Saisonstart seit 1983

Die Bilanz des SK Puntigamer Sturm nach vier Spielen der tipico-Bundesliga bleibt weiter perfekt. Die Grazer feierten am Samstag in der vierten Runde mit einem 2:1 (1:0) über den RZ Pellets WAC den vierten Sieg und sind damit als einzige Mannschaft der Liga weiter ohne Punkteverlust. Zuletzt hatte Sturm vor 34 Jahren die Saison mit vier Siegen eröffnet.

Vor 9.478 Zuschauern in der Grazer Merkur Arena - darunter Sturms ehemaliger Erfolgscoach Ivica Osim - stellte Deni Alar bereits in der 30. Minute die Weichen auf Sieg. Stefan Hierländer sorgte in der zweiten Hälfte mit dem 2:0 für die Vorentscheidung (57.). Den Wolfsbergern, die in der vergangenen Runde gegen Altach den ersten Saisonsieg gefeiert hatten, war durch Bernd Gschweidl nur noch der Anschlusstreffer (81.) vergönnt. Gschweidl erzielte damit auch das dritte Saisontor der Kärntner.

Sturm - WAC 2:1 (1:0)

Merkur-Arena, 9.478 Zuschauer, SR Gishamer

Tore: Alar (30.), Hierländer (58.), Gschweidl (81.)

Sturm nützt erste Chance

In einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte nützte Sturm die erste Großchance zur Führung: Boris Hüttenbrenners Klärungsversuch landete direkt vor den Füßen von Alar: Der Torjäger legte sich den Ball mit einem Haken gegen Nemanja Rnic zurecht und schoss aus zehn Metern ein (30.). Zuvor war Sturm-Kapitän Christian Schulz früher als geplant wieder in die Mannschaft zurückgekehrt. Der 34-Jährige ersetzte in der Dreierabwehr Charalampos Lykogiannis, der sich bei einer Grätsche eine Hüftprellung zuzog.

Deni Alar (Sturm) erzielt ein Tor

APA/Dominik Angerer

Alar schlug gleich bei der ersten großen Chance der Grazer eiskalt zu

Die Steirer dominierten die Partie beinahe nach Belieben. Die beste Chance vergab vorerst Huspek, der nach einer Hierländer-Hereingabe statt des besser postierten Alar in den Ball rutschte (39.). Sturms starkes Flügelspiel manifestierte sich nach knapp einer Stunde im 2:0: Marvin Potzmann flankte auf den ins Sturmzentrum gesprinteten Hierländer, dessen Kopfball wurde von Stefan Palla noch entscheidend ins Tor abgefälscht (58.). Dann kam Sturm über Alar und Philipp Huspek blitzschnell in die Spitze: Thorsten Röcher ließ den „Sitzer“ auf das 3:0 aus (63.).

WAC-Aufholjagd kommt zu spät

Die WAC-Elf von Heimo Pfeifenberger verteidigte ambitioniert, strahlte aber in der Offensive kaum Gefahr aus. So erlebte Sturm-Torhüter Jörg Siebenhandl einen ruhigen Abend, der Kärntner Anschlusstreffer kam wie aus dem Nichts: Ein abgefälschter Pass von Christoph Rabitsch geriet zur perfekten Vorlage für Gschweidl, der Siebenhandl umkurvte und einschob (81.). Die WAC-Elf witterte die Chance auf den Punktegewinn, ein Versuch von Christopher Wernitznig strich in der Nachspielzeit nur hauchdünn am Grazer Tor vorbei.

Stimmen zum Spiel:

Franco Foda (Sturm-Trainer): „Wir hatten in der ersten Hälfte zu wenig in die Tiefe gespielt, aber mit der nötigen Geduld sind wir dann in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte war es ein etwas offeneres Spiel. Wir haben es nach dem 2:0 verpasst, den Sack zuzumachen. Nach dem 2:1 wurden wir unruhig. Das hätte ins Auge gehen können. Normalerweise muss man Zwei-Tore-Vorsprünge ruhig nach Hause spielen, meine Spieler lieben es aber anscheinend, den Trainer zu quälen. Da müssen wir in Zukunft abgeklärter auftreten. Man darf aber nicht vergessen, wir hatten einen sehr hohen Rhythmus in den letzten Wochen. Das hat viel Substanz gekostet.“

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): „Wir waren anfangs viel zu passiv. Im Gesamten war die Defensivleistung in Ordnung, offensiv haben wir uns zu wenig zugetraut. Die Führung hat Sturm in die Karten gespielt, sie können hervorragend umschalten. Zweite Halbzeit hatten wir Teilerfolge und zeigten ein anderes Gesicht. Wir haben aber letztendlich verloren, und das tut immer weh. Wir sind der verdiente Verlierer in diesem Spiel.“

Bernd Gschweidl (WAC-Torschütze): „Ich weiß nicht, was mit uns in der ersten Halbzeit los war. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Dann haben wir gezeigt, dass wir es auch anders können. Schade, dass uns das 2:2 nicht mehr gelungen ist.“

Tipico-Bundesliga, 4. Runde

Samstag:

Sturm - WAC 2:1 (1:0)

Merkur-Arena, 9.478 Zuschauer, SR Gishamer

Torfolge:
1:0 (30.) Alar
2:0 (58.) Hierländer
2:1 (81.) Gschweidl

Sturm: Siebenhandl - Koch, Maresic, Lykogiannis (27./Schulz) - Hierländer, Lovric, Zulj (86./Jeggo), Potzmann - Huspek, Alar (76./Zulechner), Röcher

WAC: Kofler - Frieser, Hüttenbrenner, Rnic, Palla - Flecker (77./Ouedraogo), Rabitsch, M. Leitgeb (64./Wernitznig), G. Nutz - Gschweidl,Topcagic (64./Orgill)

Gelbe Karten: Palla, Orgill

Die Besten: Huspek, Hierländer, P. Zulj, Potzmann bzw. Gschweidl

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