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„Nur“ Silber über 5.000 m

Der Brite Mohamed Farah hat am Samstag bei der Leichtathletik-WM in London sein drittes Double und sein insgesamt siebentes WM-Gold verpasst. Nach seinem Sieg über 10.000 m musste sich der Brite über 5.000 m in 13:33,22 Minuten dem Äthiopier Muktar Edris, der in 13:32,79 siegte, geschlagen geben. Bronze holte Paul Chelimo für die USA (13:33,30).

Farah hatte bei den Weltmeisterschaften 2013 und 2015 sowie bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 jeweils über 10.000 und 5.000 m gewonnen. Der 34-Jährige wird nach Ende der heurigen Saison auf die Marathondistanz wechseln. „Dieses Stadion ist unglaublich“, sagte Farah unter dem Jubel von 56.000 Zuschauern.

Leichtathlet Mohamed Farah liegt weinend am Boden

APA/AP/Martin Meissner

Für Langstrecken-Star Farah ging in London eine imposante Serie zu Ende

„Es war eine lange Reise, aber es ist unglaublich. Ich habe es nicht so wahrgenommen, bis ich angetreten bin und über die Linie ging. Ich habe dann ein paar Minuten gebraucht“, gab Farah zu, dass ihm das letzte große Rennen in einem Stadion emotional sehr mitgenommen hatte. „Ich dachte, dass Gold möglich ist. Ich hatte es in den Beinen. Ich wurde aber früh eingekeilt, das passiert normalerweise nicht, und bin nicht mehr rausgekommen.“

Vetter holt erstes deutsches Gold

Im Speerwurf setzte sich Favorit Johannes Vetter durch und holte das erste Gold für Deutschland. Der 24-Jährige kam auf 89,89 Meter und setzte sich vor den beiden Tschechen Jakub Vadlejch (89,73) und Petr Frydrych (88,32) durch. Der deutsche Olympiasieger Thomas Röhler (88,26) musste sich mit Platz vier zufrieden geben.

Im Hochsprung der Damen wurde Maria Lasizkene ihrer Favoritenrolle gerecht und holte sich mit übersprungenen 2,03 Metern Gold. Die Russin mit dem früheren Namen Kutschina startete unter neutraler Flagge, nachdem der Weltverband wegen des Dopingskandals nur 19 Athleten aus ihrem Land mit einem Sonderstartrecht ausgestattet hat. Silber ging an die Ukrainerin Julia Lewtschenko (2,01), Bronze an die Polin Kamila Licwinko (1,99).

Pearson triumphiert im Hürdensprint

Über 100 m Hürden wurde die Australierin Sally Pearson Weltmeisterin, die in 12,59 Sekunden ihren zweiten Titel nach 2011 holte. Auf den Silberrang lief die US-Amerikanerin Dawn Harper Nelson (12,63), Bronze ging an die Deutsche Pamela Dutkiewicz (12,72). „Das war ein weiter Weg zurück von meiner Verletzung, aber vor meiner Familie diesen Moment zu bekommen und zu feiern, ist unbeschreiblich“, sagte Pearson, die zwei Jahre wegen unter anderem einem Unterarmbruch und Achillessehnenproblemen verpasste. US-Weltrekordlerin Kendra Harrison (12,74) blieb als Vierte ohne Medaille.

Leichtathletik-WM in London, Samstag-Finale

Männer

5.000 m:
1. Muktar Edris ETH 13:32,79
2. Mo Farah GBR 13:33,22
3. Paul Chelimo USA 13:33,30
Speerwurf:
1. Johannes Vetter GER 89,89
2. Jakub Vadlejch CZE 89,73
3. Petr Frydrych CZE 88,32

Frauen

100 m Hürden:
1. Sally Pearson AUS 12,59
2. Dawn Harper Nelson USA 12,63
3. Pamela Dutkiewicz GER 12,72
Hochsprung:
1. Maria Lassizkene RUS* 2,03
2. Julia Lewtschenko UKR 2,01
3. Kamila Licwinko POL 1,99
* Unter neutraler Flagge

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