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Überzahl mit späten Toren genützt

Der Pellets WAC hat den Dosenöffner doch noch gefunden. Die Kärntner rangen am Samstag in der fünften Runde der tipico-Bundesliga neun Admiraner mit 2:0 nieder. Mihret Topcagic (75.) und Christopher Wernitznig (93.) sorgten für den zweiten Saisonsieg. Die Elf von Trainer Heimo Pfeifenberger zog mit nunmehr sechs Zählern mit der Admira gleich.

Die Admira wehrte sich tapfer, erlebte in Wolfsberg letztlich aber einen Abend zum Vergessen. Maximilian Sax kritisierte eine Gelbe Karte für Teamkollegen Daniel Toth und sah von Schiedsrichter Julian Weinberger innerhalb weniger Sekunden Gelb-Rot (29.). Zehn Minuten später flog dann auch noch Toth nach seinem zweitem Gelb-Foul vom Platz (39.) und sorgte für eine entscheidende Schwächung.

WAC besiegt neun Admiraner

Der WAC ringt die nach zwei Ausschlüssen nominell geschwächte Admira mit zwei späten Toren 2:0 nieder.

Der spätere Matchwinner Topcagic hätte bereits in der ersten Hälfte dreimal die Führung besorgen können. In der 13. Minute schoss sich der Stürmer nach Vorarbeit von Bernd Gschweidl unglücklich selbst ans Standbein. Danach setzte der 29-jährige Bosnier einen Kopfball knapp am Tor vorbei und kurz vor der Pause scheiterte er mit einem Schuss aus spitzem Winkel an der linken Stange (42.). Nemanja Rnic setzte den Nachschuss drüber. Zuvor hatte Admiras Christoph Knasmüllner aus 20 Metern knapp am Tor vorbeigeschossen.

Admira kämpft vergeblich

Es war die einzige Möglichkeit der Niederösterreicher für lange Zeit. Denn nach der Pause igelten sich die acht verbliebenen Feldspieler vor dem Tor ein - und machten dabei vieles richtig. Wolfsberg lief an, passte und flankte, stets war ein Bein oder Kopf eines Admiraners dazwischen. Bis Daniel Offenbacher auf dem regennassen Rasen aus der Distanz abzog und Admira-Goalie Andreas Leitner den Ball nicht bändigen konnte. Topcagic traf per Abstauber (75.).

Jubel vom WAC

GEPA/Daniel Götzhaber

Am Ende hatten die WAC-Spieler doch noch Grund zu jubeln

Danach riskierte die Admira mehr und kam auch zu Möglichkeiten: Markus Lackner ließ mit einem Heber neben das Tor die erste Topchance auf den Ausgleich aus (78.). Und auch Manuel Maranda hatte mit einem Abschluss aus kurzer Distanz Pech, weil Rnic gerade noch blockte (89.). In der Nachspielzeit vollendete Wernitznig einen Konter mit einem strammen Schuss zum 2:0 (93.).

Stimmen zum Spiel:

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): „Es war ein Spiel, das man nicht jedes Wochenende sieht. Es war gegen neun Admiraner trotzdem nicht einfach. Dieser Abwehrriegel war schwer zu knacken. Gott sei Dank hat uns Topcagic erlöst. Es war bis zum Schluss spannend, es hätte auch Unentschieden ausgehen können.“

Damir Buric (Admira-Trainer): „Es war ein Spiel, wie man es nicht gerne sieht. Du hast nämlich zu neunt keine Chance, schönen Fußball zu spielen. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen, sie ist gelaufen und hat geackert. Wir haben eben einen schlechten Tag erwischt.“

Zu den zwei Gelb-Roten Karten: „Jeder weiß, dass die Admira eines der fairsten Teams ist. Der Schiedsrichter muss mehr Fingerspitzengefühl beweisen. Emotionen gehören zum Spiel dazu. Der Platz war so nass, da kommt man manchmal eben eine Sekunde zu spät. Nun weiß ich gar nicht, wie ich nächste Woche eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen soll.“

Tipico-Bundesliga, fünfte Runde

Samstag:

WAC - Admira 2:0 (0:0)

Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.300 Zuschauer, SR Weinberger

Torfolge:
1:0 Topcagic (75.)
2:0 Wernitznig (93.)

WAC: Kofler - Frieser (71./Steiger), Hüttenbrenner, Rnic, Wernitznig - Flecker (66./Orgill), Offenbacher, Rabitsch, G. Nutz - Gschweidl, Topcagic (76./Hodzic)

Admira: Leitner - Zwierschitz, Wostry, Maranda, Ebner - Lackner, Toth - Sax, Knasmüllner (43./Strauss), Jakolis (58./Maier) - Starkl (85./Grozurek)

Gelb-Rote Karten: Sax (29./Kritik), Toth (39./Foul)

Gelbe Karten: Flecker bzw. Zwierschitz

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