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128 Rennen ohne Podestplatz

Mit 34 Punkten und Platz zehn in der WM-Wertung ist Nico Hülkenberg die klare Nummer eins bei Renault, sein Teamkollege Jolyon Palmer konnte in der WM bisher noch gar nicht anschreiben. In einer anderen Wertung könnte Hülkenberg am Sonntag die alleinige Spitze übernehmen - auch wenn er das sicher nicht will.

Obwohl der Deutsche ein verlässlicher Punktesammler ist und sich schon mehrfach den Titel „Best of the rest“ hinter den Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull verdient hat, ist dem 30-Jährigen in 128 Rennen in der Formel 1 bisher eines noch nie gelungen: ein Platz auf dem Podium.

Schafft er es auch am Sonntag in Singapur nicht, hat er den alleinigen Rekord. Derzeit teilt er ihn sich noch mit Landsmann Adrian Sutil, dessen Formel-1-Karriere nach der Saison 2014 und 128 Rennen ohne Stockerlplatz vorbei war.

Fahrer ohne Podestplätze

1. Adrian Sutil (GER) 128 Rennen
. Nico Hülkenberg* (GER) 128
3. Pierluigi Martini (ITA) 119
4. Philippe Alliot (FRA) 109
5. Pedro Diniz (BRA) 98
6. Ukyo Katayama (JPN) 95
7. Jonathan Palmer (GBR) 83
8. Marc Surer (SUI) 82
9. Vitantonio Liuzzi (ITA) 80
10. Piercarlo Ghinzani (ITA) 75

* noch aktiv

Einstieg mit großen Hoffnungen

Als Hülkenberg 2010 in die Formel 1 einstieg, wurde er hoch gehandelt. Mit seiner Poleposition im vorletzten Rennen seiner ersten Saison in Brasilien bestätigte er sein Können. Davor hatte er schon in den kleineren Klassen aufgezeigt: Er gewann die Nachwuchsserie GP2 (2009), die Formel-3-Euroserie (2008) und die A1-GP-Serie (2006). 2015 siegte er bei den legendären 24 Stunden von Le Mans. Nicht selten tauchte sein Name auch auf, wenn es um Kandidaten für die Cockpits bei den Topteams ging.

Letztlich kam er dort aber bisher nicht unter, und Siege ohne siegfähiges Auto sind in der Formel 1 kaum möglich. 2012 und 2016 wurde er in Belgien jeweils Vierter, ebenso 2013 in Südkorea. Am Sonntag folgt nun der 129. Grand Prix, bei dem er es vermutlich nicht unter die besten drei schafft. Hülkenberg muss bei dem Nachtrennen auf dem Marina Bay Street Circuit schon auf eine Reihe von Ausfällen der Konkurrenz hoffen.

Ermutigend ist seine Bilanz auf dem engen Stadtkurs ohnehin nicht. 2010 fuhr er im Williams auf Rang zehn, 2012 im Force India auf Platz 14, 2013 im Sauber auf Position neun, 2014 kam er im Force India noch einmal auf Platz neun, danach schaffte er es für das indische Teams zweimal nicht ins Ziel.

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