Stöger wieder für Spruch des Jahres nominiert

Peter Stöger ist in Deutschland neuerlich für den Fußballspruch des Jahres nominiert worden. Der Trainer des 1. FC Köln geht mit der Aussage: „Für kölsche Verhältnisse bin ich doch sowieso schon der Wenger“ ins Rennen. Im Vorjahr hatte Stöger mit „Ich habe dem Linienrichter meine Brille angeboten. Aber auch das hat er nicht gesehen“ gewonnen.

Peter Stöger (Köln)

GEPA/Christian Walgram

2015 hatte ÖFB-Nationalspieler Sebastian Prödl gesiegt, und zwar mit „München ist wie ein Zahnarztbesuch. Muss jeder mal hin. Kann ziemlich weh tun. Kann aber auch glimpflich ausgehen.“ Diesmal sind neben Stöger seine Trainerkollegen Alexander Nouri, Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel, die Funktionäre Frank Baumann, Rüdiger Fritsch und Andreas Rettig, die Spieler Thomas Delaney und Julian Pollersbeck sowie Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und Schalke-Fans nominiert.

„Ich bin ja nicht die AfD“

Bremen-Coach Nouri hatte auf die Frage zur Chance auf einen Europacup-Platz erklärt: „Ich habe nichts gegen das Wort Europa. Ich bin ja nicht die AfD.“ Hoffenheims Trainer Nagelsmann hatte den Abgang der Nationalspieler Sebastian Rudy und Niklas Süle zu Bayern München mit den Worten kommentiert: „Ein Bauer muss sich auch mal von seinen Kühen und Schweinen trennen - auch wenn er eine gute Beziehung zu ihnen hat.“

Stöger hatte zum Wunsch von Clubvizepräsident Toni Schumacher, er solle der „kölsche Arsene Wenger“ werden, erklärt: „Für kölsche Verhältnisse bin ich doch sowieso schon der Wenger.“ Wenger coacht seit 1996 den englischen Spitzenclub Arsenal, Stöger die Kölner seit 2013.

Ausgewählt hat die Sprüche eine 14-köpfige Jury. Diese sucht nun bis zum 9. Oktober die besten vier Zitate aus. Unter diesen wählen die Besucher der Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises am 20. Oktober den Sieger. Der seit 2006 vergebene Preis ist mit 5.000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck dotiert.