Prügelnder Sion-Präsident 14 Monate gesperrt

Christian Constantin, Präsident des Schweizer Fußballclubs FC Sion, ist nach seinem tätlichen Angriff gegen den ehemaligen Teamchef Rolf Fringer hart bestraft worden.

Die Schweizer Fußball-Liga (SFL) sprach gegen den Sion-Vorstandschef eine Sperre von 14 Monaten für alle Profispiele in der Schweiz aus. Zudem muss der impulsive Clubboss eine Strafe in Höhe von 100.000 Franken (86.500 Euro) zahlen. Das entschied die SFL-Disziplinarkommission am Donnerstag.

Christian Constanti

APA/AP/Keystone/Olivier Maire

Constantin hatte am 21. September nach dem Sion-Spiel in Lugano den als TV-Experten tätigen Fringer mit Tritten und Ohrfeigen attackiert. Grund war offenbar dessen wiederholte Kritik an Constantins Mannschaft.

„Das hat mir gutgetan“

Constantin hatte nach seiner Aktion auch wenig Reue gezeigt. „Ich habe ihm einen Tritt in den Hintern versetzt. Das hat mir gutgetan“, hatte der Funktionär zunächst gesagt und auch einen Tag später seine Attacke verteidigt: „Es ist nicht schön, wenn man auf jemanden losgeht. Aber ich kann nicht sagen, dass ich es bereue.“ Er hatte sogar gegen Fringer eine Klage wegen Verleumdung und Verunglimpfung eingereicht. Umgekehrt kündigte der Ex-Coach eine Zivilklage gegen Constantin an.

Gemäß dem Urteil ist dem Walliser ab sofort der Zutritt zu den Stadien, zum Spielfeld, zur technischen Zone, zur Mannschaftskabine sowie zur Mixed-Zone verwehrt. Die Sperre gilt für alle Spiele der 1. und 2. Liga sowie des Cups und der Nationalmannschaft.