Themenüberblick

Rublew mit „stark ansteigender Form“

Die Auslosung für das Turnier in der Wiener Stadthalle hat Dominic Thiem am Samstag ein schweres Auftaktlos beschert. Der Niederösterreicher bekommt es am Dienstag mit dem starken jungen Russen Andrej Rublew zu tun. Einen Tag davor steigt der als Nummer eins gesetzte Alexander Zverev gegen den Serben Viktor Troicki ins Turnier ein.

Sebastian Ofner, der dank einer Wildcard erstmals im Hauptbewerb der Erste Bank Open steht, bekommt es als zweiter ÖTV-Fixstarter in Runde eins mit dem Franzosen Lucas Pouille zu tun. Erstmals in Wien ist der als Nummer drei gesetzte Bulgare Grigor Dimitrow. Der Weltranglistenachte spielt am Mittwoch gegen einen Qualifikanten.

Hartes Los für Thiem

Zum Auftakt der Erste Bank Open wartet mit dem erst 20-jährigen Andrej Rublew bereits ein echter Prüfstein auf Dominic Thiem. Der Russe ist aktuell Nummer 35 der Weltrangliste.

„Es wird eine sehr interessante Partie“

Thiem hofft, dass er sich im Gegensatz zu den Vorjahren bei seinem Heimturnier in stärkerer Verfassung präsentieren kann. Das wird gegen die Nummer 35 der Welt auch nötig sein. Der seit Freitag 20-jährige Rublew hatte in Flushing Meadows für Furore gesorgt.

„Er hat natürlich seit dem Sommer eine stark ansteigende Form, sich bei den US Open ins Viertelfinale gespielt und Dimitrow, Goffin geschlagen. Er hat sich wirklich in der Weltspitze etabliert. Es wird dadurch, dass wir noch nie gegeneinander gespielt haben, eine sehr interessante Partie“, sagte Thiem nach der Auslosung.

Andrej Rublew bei den US Open 2017

APA/AFP/Eduardo Munoz Alvarez

Rublew ist auf dem aufsteigenden Ast

Thiem mit Bedingungen zufrieden

Das achte Antreten Thiems in Wien - sein bisher bestes Resultat war 2013 das Viertelfinale - ist auch aus anderer Sicht für den Niederösterreicher etwas Besonderes. Denn Alexander Zverev, ein guter Freund auf der Tour, ist zum zweiten Mal nach 2014 (Aus in dritter Quali-Runde) dabei. „Sicher, ich freue mich immer, wenn ich ihn sehe und vor allem wenn ich ihn in meiner Heimatstadt begrüßen kann“, sagte Thiem dazu.

Zverev und Thiem haben bereits am Freitag ein erstes gemeinsames Training in der Stadthalle absolviert. „Wir haben beide ganz gut gespielt. Ich glaube, dass wir uns beide wohler fühlen, wenn es ein bisserl langsamer ist als in Asien“, glaubt der zweifache French-Open-Halbfinalist, der mit dem Stadthallen-Bedingungen zufrieden ist. „Ein sehr fairer Platz, nicht zu schnell, nicht zu langsam.“

Stark besetztes Turnier

Seine Form sei gut, er fühlt sich „das erste Mal wieder richtig frisch und fit“. „Das sollte sich auch niederschlagen. Ich hoffe natürlich, dass ich vom ersten Ball an bereit bin.“ Von einem Finalduell der beiden Freunde können beide vorerst nur träumen, zu stark ist das Feld in Wien. Ex-Sieger Jo-Wilfried Tsonga ist als Nummer 17 der Welt nur die Nummer acht des Turniers, allein das spricht schon Bände. „Das wird sehr schwierig. Jeder träumt davon, das ist ganz klar. Aber jetzt darüber zu reden - da sind zu viele gute Spieler dazwischen. Eigentlich kann hier bis auf zehn Spieler jeder ins Finale kommen“, so Thiem.

Alexander Zverev und Dominic Thiem vor dem Wien-Tableau

APA/Gerald Widhalm

Zverev und Thiem könnten im Finale aufeinandertreffen

„Sehr gutes Jahr“ für Zverev

Zverev ist seit seinem ersten Wien-Antreten vor drei Jahren freilich ein völlig anderer Spieler. Mit 20 Jahren steht er auf dem Sprung in die Top Drei der Welt, seine Anwartschaft auf ganz Großes hat er 2017 u. a. mit zwei Masters-1000-Siegen in Rom und Montreal eindrucksvoll bewiesen.

„Ich habe ein sehr gutes Jahr gehabt. Man möchte genauso gut weiterspielen, man möchte sich immer noch verbessern“, sagte Zverev. „Ich möchte das Jahr so gut beenden, wie ich es angefangen habe. Dass heißt, viele Matches gewinnen. Der Bewerb ist sehr schwer, es wird nicht einfach. Hoffentlich kann ich gutes Tennis zeigen, dann wird das Resultat von alleine kommen.“

Gegen Thiem hat er schon einige Male gespielt. „Auch ein paarmal im Finale wie in Nizza letztes Jahr. Natürlich würden wir uns beide freuen, wenn wir hier beide im Finale stehen würden. Aber wir haben noch viele schwere Matches vor uns, bis das Realität werden kann“, warnte auch Zverev vor der starken Konkurrenz.

ATP-500-Turnier in Wien

Erstrundentableau:
Alexander Zverev (GER/1) Viktor Troicki (SRB) 6:3 4:6 6:4
Gilles Simon (FRA) Ernests Gulbis (LAT) 6:3 6:3
Damir Dzumhur (BIH) Ricardas Berankis (LTU) 6:4 6:2
Jo-Wilfried Tsonga (FRA/8) Karen Chatschanow (RUS) 6:7 (2/7) 6:4 6:3
Pablo Carreno Busta (ESP/4) Guido Pella (ARG) 6:2 7:6 (9/7)
Diego Schwartzman (ARG) Fabio Fognini (ITA) 6:1 2:6 6:2
Pierre-Hugues Herbert (FRA) Bernard Tomic (AUS) 7:6 (7/4) 7:5
Philipp Kohlschreiber (GER) John Isner (USA/5) 7:6 (8/6) 6:4
Albert Ramos-Vinolas (ESP) Sam Querrey (USA/6) 3:6 7:6 (9/7) 7:6 (7/3)
Jan-Lennard Struff (GER) Pablo Cuevas (URU) 7:5 6:1
Kyle Edmund (GBR) David Ferrer (ESP) 6:2 7:6 (7/5)
Dennis Novak (AUT) Thomas Fabbiano (ITA) 7:6 (7/4) 7:5
Guillermo Garcia Lopez (ESP) Kevin Anderson (RSA/7) 6:4 6:4
Lucas Pouille (FRA) Sebastian Ofner (AUT) 6:3 6:4
Richard Gasquet (FRA) Feliciano Lopez (ESP) 6:2 6:3
Dominic Thiem (AUT/2) Andrej Rublew (RUS) 6:4 6:3
Qualifikation, zweite Runde:
Dennis Novak (AUT) Thomas Fabbiano (ITA) 6:4 3:6 6:3
Erste Runde:
Dennis Novak (AUT) Andreas Seppi (ITA) 6:4 7:6 (7/1)
Thomas Fabbiano (ITA) Andreas Haider-Maurer (AUT) 6:3 6:2
Doppel-Finale:
Rohan Bopanna / Pablo Cuevas (IND/URU) Marcelo Demoliner / Sam Querrey (BRA/USA) 7:6 (9/7) 6:7 (4/7) 11/9
Doppel-Semifinale:
Marcelo Demoliner / Sam Querrey (BRA/USA) Oliver Marach / Mate Pavic (AUT/CRO) w.o.
Doppel-Viertelfinale:
Oliver Marach / Mate Pavic (AUT/CRO) Santiago Gonzalez / Julio Peralta (MEX/CHI) 6:4 3:6 10/3
Doppel-Achtelfinale:
Oliver Marach / Mate Pavic (AUT/CRO) Jean-Julien Rojer / Horia Tecau (NED/ROU/4) 5:7 7:5 11/9
Bob Bryan / Mike Bryan (USA/2) Philipp Oswald / Alexander Peya (AUT) 6:4 2:6 10/6

Links: