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Dritter Weltcup-Sieg für Slowakin

Die Slowakin Petra Vlhova hat am Samstag im ersten Weltcup-Slalom der alpinen Skisaison die nach dem ersten Durchgang führende Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin noch um eine Zehntelsekunde auf den zweiten Rang verwiesen.

Die 22-Jährige Halbzeitzweite feierte dank Bestzeit im zweiten Lauf den dritten Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Die Schweizerin Wendy Holdener wurde dahinter mit 1,35 Sekunden Rückstand Dritte.

Beste Österreicherin war Stephanie Brunner, die als Achte (+ 3,20 Sek.) ihr bestes Slalom-Resultat erreichte. Die Tirolerin legte im Finale eine beachtliche Aufholjagd hin. Nach dem ersten Durchgang war Brunner noch auf dem 21. Platz gelegen. Michaela Kirchgasser und Katharina Huber, die im Vergleich zum ersten Durchgang ebenfalls zulegten, landeten auf den Rängen elf bzw. zwölf. Bernadette Schild war im ersten Lauf ausgeschieden.

Damen-Slalom in Levi

  • 1. Petra Vlhova (SVK)
  • 2. Mikaela Shiffrin (USA)
  • 3. Wendy Holdener (SUI)

Zweite Niederlage gegen Vlhova in Folge

Die zweifache Levi-Siegerin Shiffrin war zur Halbzeit 0,21 Sekunden vor Vlhova gelegen und hatte gespürt, dass sie noch etwas zulegen muss. Während die Slowakin im zweiten Lauf vorlegte, fehlte bei Shiffrin das letzte Etwas. Sie musste sich damit zum zweiten Mal in Folge derselben Läuferin geschlagen geben, hatte die Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Kugelgewinnerin doch bereits beim Weltcup-Finale in Aspen das Nachsehen gehabt.

„Es war schwierig, weil ich das letzte Rennen in Aspen gewonnen habe“, meinte Vlhova. „Ich bin wirklich glücklich, dass ich Michaela zweimal in Folge schlagen konnte. Ich habe im Sommer sehr hart trainiert, es ist eine Olympiasaison“, so die Slowakin, in Gedanken auch schon beim Saisonhöhepunkt im Februar. „Ich möchte mich beim ganzen Team bedanken, es haben mir alle sehr geholfen. Jetzt ist einmal der Weltcup an der Reihe, ab Ende Jänner werde ich dann an Olympia denken“, so Vlhova im ORF-Interview.

Shiffrin nahm das Ergebnis recht gelassen hin. „Es war schon okay, der zweite Lauf war sehr herausfordernd, der Podestplatz ist gut“, sagte die US-Amerikanerin im ORF-Interview nach dem spannenden Finish. „Ich habe gewusst, dass Petra sich noch steigern kann. Ich war so lange immer vorne. Jetzt muss ich schauen, dass ich im Kopf weiter an der Form arbeite“, fügte Shiffrin hinzu.

Brunner von sich selbst überrascht

Brunner, die mit Startnummer 53 ins Rennen gegangen war, holte erst zum vierten Mal Weltcup-Punkte. „Das ist eine große Überraschung. Das ist nicht so mein Hang, im Flachen verliere ich eindeutig zu viel Zeit“, sagte die Tirolerin, die im Steilhang der Konkurrenz aber viel abnahm. „Das liegt mir einfach. Ich habe endlich einmal ausgepackt, was ich im Slalom kann, auf das habe ich ewig gewartet. Ich bin überglücklich“, sagte die Vierte des Sölden-Riesentorlaufs, die damit einen starken Saisonauftakt verzeichnete.

Mit Platz elf verlief das Comeback von Kirchgasser nach ihren Knieoperationen erfolgreich. Nach dem Einfahren habe sie wegen der unruhigen Pistenbeschaffenheit das Knie gespürt, während des Fahrens aber nicht daran gedacht. „Ich weiß nicht, ob das eine Spannungs- oder Kopfgeschichte ist, aber sobald ich mich zwischen den Toren bewege, habe ich so einen Fokus auf den Lauf.“ Mit ihrer Position über dem Ski war sie im zweiten Durchgang schon zufriedener, mit dem Ergebnis auch. „Da kann man durchaus gut weiterarbeiten.“

Für Huber „gibt es nur Vollgas“

Beste Österreicherin nach dem ersten Lauf war als 14. überraschend Katharina Huber, die sich erst in einer internen Qualifikation gegen Chiara Mair den letzten ÖSV-Startplatz gesichert hatte. Sie verbesserte sich um zwei Positionen auf zwölf, ihr zuvor bestes Weltcup-Ergebnis war Rang 17 vor zwei Jahren in Aspen gewesen. „Es gibt nur Vollgas. Wenn man da auf schön runterfährt, wird das meistens nichts“, erklärte sie ihre Devise. „Das ist jetzt echt ziemlich cool. Normalerweise zählt das Flache nicht zu meinen Spezialitäten, aber heute schon.“

Carmen Thalmann gab nach einem Kreuzbandriss ihr Slalom-Comeback, es wurde ein tränenreicher 24. Platz. „Das war generell nichts heute, ich habe schon beim Einfahren kein gutes Gefühl zusammenbekommen. Das war heute von mir das schlechteste Skifahren seit Langem, katastrophal.“ Katharina Gallhuber kam auf Platz 23. Katharina Liensberger (31.), Ricarda Haaser (33.) und Julia Grünwald (35.) hatten die Qualifikation für das Finale verpasst, mit Schild und Katharina Truppe schieden die besten zwei ÖSV-Slalom-Fahrerinnen der Vorsaison schon zu Beginn des ersten Durchgangs aus.

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