Themenüberblick

ÖSV-Asse fallen zurück

Felix Neureuther hat am Sonntag den Slalom im finnischen Levi und damit das erste Herren-Rennen des Winters gewonnen. Der Deutsche setzte sich vor Henrik Kristoffersen (NOR/+ 0,37) und Mattias Hargin (SWE/0,45) durch. Als bester Österreicher belegte Marco Schwarz Platz 13.

Marcel Hirscher, der sein Comeback nach dem im August erlittenen Knöchelbruch gab, kam nach Platz vier im ersten Durchgang in der Entscheidung nicht mehr so gut zurecht und wurde als 17. drittbester Österreicher. Pechvogel des Tages war Dave Ryding. Der Brite hatte den ersten Durchgang für sich entschieden und war auch im zweiten klar der Schnellste, schied aber knapp vor dem Ziel mit dem ersten Sieg vor Augen aus.

Licht und Schatten bei Hirscher

„Der erste Durchgang war super, der zweite war ‚oasch‘“, resümierte Hirscher im ORF-Interview. „Natürlich hätte ich mir mehr erhofft. Die Motivation ist natürlich hoch, um wieder vorne mitzufahren. Im Moment fehlt mir noch die Klasse, das muss ich aufholen. Es sind Kompromisse, dem Fuß Zeit zum Ausheilen zu geben und vorne dabei zu sein. Spätestens im Februar muss das alles passen. Im ersten Durchgang kann man das Positive mitnehmen, im zweiten die Watschn. Es war gut, dass ich hergekommen bin.“

Herren-Slalom in Levi

  • 1. Felix Neureuther (GER)
  • 2. Henrik Kristoffersen (NOR)
  • 3. Mattias Hargin (SWE)

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum sprach von einem „mehr als geglückten Comeback. Man sieht, was für eine außergewöhnliche Klasse er hat.“ Er würdigte die skitechnische und mentale Leistung. „Dass er das so wegsteckt, wenn er so wenig Training hat.“ Wenn die Leitfigur des Teams wieder dabei sei, sei das für die Mannschaft wichtig, aber auch den ganzen Skisport.

Auch Schwarz und Matt büßen Ränge ein

Wie Hirscher konnte auch Schwarz seinen guten siebenten Platz des ersten Durchgangs nicht halten und verlor einige Ränge. Ähnlich erging es Michael Matt, der im Vorjahr Zweiter in Levi gewesen war. Er fiel im Finale vom neunten auf den 14. Platz zurück. Als vierter Österreicher kam auch noch Christian Hirschbühl (20.) zu Weltcup-Punkten.

Feller nach toller Zwischenzeit out

Der Vorjahresfünfte Manuel Feller schied nach Rang 19 im ersten Durchgang mit einer tollen Zwischenzeit wenige Tore vor dem Ziel aus. Marc Digruber (21. im ersten Lauf) kam ebenfalls nicht ins Ziel. „Ich würde nicht sagen, dass es zu viel Risiko war. Ich bin vor der Vertikale zu tief gewesen“, sagte Feller im ORF-Interview. „Jetzt hab ich aber gesehen, dass der Speed passt. Das Skifahren habe ich jedenfalls nicht verlernt.“

Jungvater siegt am finnischen Vatertag

„Es ist gewaltig gelaufen“, freute sich Neureuther nach seinem 13. Sieg im Weltcup. „Ich muss aber auch sagen, dass ich Glück gehabt habe, Dave ist heute gewaltig gefahren. Aber das braucht man auch. Ich bin glücklich und überrascht, dass ich das Rennen gewonnen habe. Das erste Rennen als Vater, das macht es zu etwas Besonderem.“

Felix Neureuther (GER)

APA/AP/Giovanni Auletta

Der Sieger mit seinem neuen Haustier

Dazu kommt, dass der Sieg Neureuther ausgerechnet am finnischen Vatertag gelang. „Das Rentier (das alle Levi-Sieger erhalten, Anm.) wird natürlich wie meine kleine Tochter Matilda heißen“, erklärte der 33-Jährige, musste dann aber auf deren neutraleren Spitznamen „Mati“ zurückgreifen, weil das Tier männlich ist. Der Weltcup-Tross übersiedelt nun nach Nordamerika, wo die Herren in zwei Wochen in Lake Louise Abfahrt und Super-G bestreiten. Die Techniker sind wieder am 3. Dezember mit einem Riesentorlauf in Vail/Beaver Creek im Einsatz.

Links: